Doris und Horst Nordhorn feiern goldene Hochzeit

Ein kleiner Wellensittich ist der Liebling des „Jubelpaars“

Doris und Horst Nordhorn – hier mit Wellensittich Peter – haben im Standesamt in Seckenhausen geheiratet. - Foto: Kratz

Seckenhausen - „Wir haben einen Vogel“, erzählen Doris und Horst Nordhorn. Damit spielen die beiden nicht etwa darauf an, dass ihnen der gemeinsame, 50-jährige Lebensweg geschadet haben könnte. Vielmehr dreht es sich um Wellensittich Peter, der sprechend und wie selbstverständlich quer durchs Haus fliegt. Der kleine blaue Peter ist der Liebling im Hause Nordhorn.

Kennengelernt haben sich die beiden im Jahre 1962 auf dem Tanzboden in der Heiligenroder Gaststätte Hildebrand. Die ersten gemeinsamen Tanzschritte führten zwei Jahre später zur Verlobung. Weitere zwei Jahre zogen ins Land, bis die beiden den Verlobungs- gegen den Hochzeitsring tauschten. Dafür fuhr das junge Paar nach Seckenhausen, das damals – vor der Gemeindegebietsreform – ein eigenes Standesamt hatte.

Den Segen gab es in der katholischen Kirche in Syke, anschließend feierte die Gesellschaft bei „Gläscher Meyer“ in Seckenhausen.

Horst Nordhorn lernte Tischler und arbeitete bei der Bremer Lagerhausgesellschaft, bevor er dann für viele Brinkumer Kinder als Hausmeister in der Schule an der Feldstraße zu einer bekannten Größte wurde. „Bis zu meiner Pensionierung nach 38 Jahren bin ich immer mit allen Kindern, Eltern und Lehrern zurechtgekommen“, sagt Horst Nordhorn und schaut voller Zufriedenheit auf diesen Lebensabschnitt zurück.

Auch Ehefrau Doris erkennen noch heute viele Brinkumer Bürger, sie wird oft von ihnen angesprochen. Nach der Geburt von Tochter Katja arbeitete sie im Kindergarten. Ihre Ausbildung begann im Spielkreis in Seckenhausen, später sollte es 33 Jahre als feste Größe in Brinkum weitergehen. „Wir haben stets viel gebastelt und gewerkelt“, berichten die Eheleute über ihre Einsätze in Schule und Kindergarten.

Seit gut 15 Jahren wohnt das Paar im Elternhaus von Horst Nordhorn. Mit seinen handwerklichen Kenntnissen hat er das Gebäude umfangreich umgebaut, so dass dort auch seine Schwiegermutter eine eigne Wohnung bekommen hat.

Doris Nordhorn betreut nicht nur die eigene Mutter, sondern auch noch einen Nachbarn. „Wir waren keine Vereinsmeier, denn Schule und Kindergarten forderten uns bis in die Abendstunden“, erzählt das Paar.

Urlaub machen die beiden seit über 40 Jahren im Zillertal. In diese zweite Heimat ging es früher zum Skilaufen, heute ist eher das Wandern durch die idyllische Landschaft angesagt.

ak

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