Klassische Philharmonie Nordwest

Jubiläum im musikalischen Wohnzimmer: Ensemble feiert am 14. November 25-jähriges Bestehen auf Gut Varrel

Gibt am Sonntag ein besonderes Konzert auf Gut Varrel: die Klassische Philharmonie.
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Gibt am Sonntag ein besonderes Konzert auf Gut Varrel: die Klassische Philharmonie.

Varrel – Der Klassischen Philharmonie Nordwest steht am Sonntag, 14. November, auf Gut Varrel ein ganz besonderes Konzert bevor – und das aus zweierlei Gründen. Zum einen betritt das Orchester nach langer Pause mal wieder in großer Besetzung die Bühne einer Indoor-Location. Zum anderen handelt es sich um den Auftakt der Jubiläumstour zum 25. Geburtstag des Ensembles.

Programmtitel: Von Freunden für Freunde

Das Motto des Herbstkonzerts, das auch noch in Syke und Bassum zu hören ist, lautet „Von Freunden für Freunde“.

„Ich hatte die große Befürchtung, dass wir das Jubilläum nicht feiern können“, sagt Dirigent und Orchestergründer Ulrich Semrau.

25 Jahre Klassische Philharmonie Nordwest – „das verbinden wir auch mit 25 Jahren intensiver Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stuhr“, erzählt Semrau. Er könne sich nicht erinnern, die Gutsscheune mal ausgelassen zu haben. „Wir freuen uns auf die wunderbare Akustik dort. Es ist unser musikalisches Wohnzimmer.“ Meistens spielen Semrau & Co. dort jährlich ein Herbst- und ein Neujahrskonzert.

Schon den 20. Geburtstag habe das Ensemble auf Gut Varrel gefeiert, erinnert sich der Dirigent. Damals wie heute dabei: der Ausnahmecellist und langjährige Freund des Orchesters, Johannes Krebs. Der hat laut Semrau zurzeit zwar eine Professur an der Hochschule in Graz, will sich das Jubiläum aber nicht entgehen lassen.

Eingängige Werke der klassischen Orchesterliteratur

Auf dem Programm stehen mit Edward Elgars Violoncellokonzert e-moll op. 85 und Franz Schuberts Sinfonie Nr. 8 C-Dur zwei ausgesprochen beliebte und eingängige Werke der klassischen Orchesterliteratur.

In der Zählweise werde Schuberts Werk zwar unterschiedlich eingeordnet – mal sei es die achte, mal die neunte Sinfonie –, doch gemeint sei immer die große Sinfonie des deutschen Komponisten (1797-1828), erklärt Semrau. Schon für die damalige Zeit sei das Konzert relativ lang gewesen. „Ein gewaltiges Werk für ein größeres Orchester, das wir lange nicht gespielt haben.“ Überhaupt werde das Stück nicht oft aufgeführt. „Es zählt zu den virtuosesten und farbreichsten Cellokonzerten und erfordert eine herausragende Musikalität von den Cellisten.“

Johannes Krebs als Cellist mit dabei

Umso wichtiger ist die erneute Zusammenarbeit mit Johannes Krebs. Laut Mitteilung ist er als Solist mit Orchestern und als gefragter Kammermusiker weltweit in Konzertsälen und auf renommierten Festivals zu erleben. Von 2002 bis 2006 war er stellvertretender Solocellist der Philharmoniker Hamburg, von 2006 bis 2019 erster Solocellist der Bremer Philharmoniker.

Weil es sich auch bei Edward Elgars Violoncellokonzert e-moll op. 85 um ein längeres Stück handelt, hat das Ensemble laut Semrau diesmal auf eine Ouvertüre verzichtet.

Zuletzt habe die Klassische Philharmonie beim Neujahrskonzert 2020 in größerer Besetzung gespielt, berichtet Semrau. In der Zwischenzeit habe sich jeder Musiker für sich fitgehalten. „Für Leute, deren Leben es ist, auf der Bühne zu stehen, ist das eine lange Zeit.“ Im stillen Kämmerchen üben und nicht wissen wofür – „das geht auf die Motivation“.

Die gemeinsame Probe für das Jubiläumskonzert habe vor knapp zwei Wochen begonnen. „Die Begeisterung der Musiker war riesengroß. Es war, als würde man Freunde treffen, die man ganz lange vermisst hat.“

Das Konzert beginnt um 17 Uhr, der Eintritt beträgt 18 Euro, ermäßigt 15 Euro. Um möglichst vielen Bürgern eine sichere Teilnahme an kulturellen Angeboten zu ermöglichen, setzt die Gemeinde auf die sogenannte 2G-Regel. Demnach müssen die Besucher einen Nachweis der vollständigen CoronaSchutzimpfung oder der Genesung vorzeigen. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren sind von dieser Regel ausgenommen. Die Ausnahme gilt auch für Personen, die sich nicht impfen lassen dürfen. Sie benötigen dann einen PoC-Antigen-Test (Schnelltest mit Bescheinigung) und ein ärztliches Attest. Die Maskenpflicht gilt nur bis zur Einlasskontrolle. Unterstützt wird das Konzert von der Kreissparkasse Syke.

Tickets für drei Konzerte

Karten für das Konzert in Varrel sowie für die folgenden Auftritte am 20. November, 19.30 Uhr, in der Mensa in Bruchhhausen-Vilsen sowie am 28. November, 19 Uhr, in der Stiftskirche Bassum sind an allen Vorverkaufsstellen von Nordwest Ticket und Ticketmaster erhältlich; zudem bei www.nordwest-ticket.de und unter der Telefonnummer 0421/36 36 36. Wer für Varrel eine Karte an der Abendkasse reservieren möchte, kann das per E-Mail an kultur@stuhr.de oder unter 0421/56 95 294 tun.

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