Kinder absolvieren in Brinkum anspruchsvollen Slalom-Parcours

Mit dem Kart auf den Spuren von Sebastian Vettel

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Ferienspaß in Brinkum-Nord: Betreuer Patrick Wolff vom AMC Asendorf startet für Karyann den Kart-Rennwagen und schickt die Achtjährige anschließend auf den Slalom-Parcours.

Brinkum - Von Rainer Jysch. Viel Vergnügen haben Sonntagnachmittag 15 Mädchen und Jungen gehabt, die sich im Rahmen des 30. Stuhrer Ferienspaßes für die Teilnahme an dem Kart-Slalom-Seminar in Brinkum-Nord entschieden hatten.

Als Ausrichter fungierte wie im Vorjahr der Automobil- und Motorsportclub Asendorf (AMC), der in Brinkum-Nord auf dem Parkplatz vor dem IKEA-Auslieferungslager einen anspruchsvollen Slalom-Parcours vorbereitet hatte.

Mit zwei benzinbetriebenen Go-Karts ging es für die mit Helm und Handschuhen ausgerüsteten sieben- bis dreizehnjährigen Kinder nacheinander auf die Strecke.

„Bei uns kommt es nicht auf die Geschwindigkeit an, sondern auf Konzentration und Genauigkeit“, erklärte Bernd Pehl, Jugendleiter beim AMC. „Spiel und Spaß stehen im Vordergrund“.

Es ist schon die 15. Veranstaltung dieser Art, die der 61-Jährige mitorganisiert hat. Insgesamt ein Dutzend Helfer waren vor und während der Veranstaltung damit beschäftigt, den Slalom-Parcours aus rund 200 rot-weißen Hütchen, sogenannte Pylone, zu formen und diese Markierungen bei Bedarf wieder aufzurichten. „Wir haben eine Strecke von rund 200 Metern, die die Kinder erst einmal genau kennenlernen sollen“, sagte Pehl. Dazu gingen die Helfer mit den Kindern im Gefolge den Parcours zunächst zu Fuß ab. Dann konnten die Teilnehmer einige Trainingsrunden fahren.

„Es ist gar nicht so einfach wie es aussieht“, stellte die Mutter eines Jungen fest. „Die Sitzposition im Fahrzeuge ist sehr tief und aus der niedrigen Blickrichtung, ist es schwer zu erkennen, an welchen Pylonen man vorbeifahren muss, um die vorgegebene Strecke nicht zu verlassen“. Damit das klappte, lief ein Betreuer zunächst vor den Mini-Boliden her und wies so den Fahrern den richtigen Weg.

Nach den Trainingläufen kam dann doch noch die Stoppuhr zum Einsatz. Jede Pylonen-Berührung kostet zwei Strafsekunden. Innerhalb des Parcours waren Aufgaben in Form von Kreisdurchfahrten oder Recht-Eck-Winkel zu bewältigen. Platz 1 belegte Lasse Stelhart, gefolgt von Erik Hartlage und Fynn Keuntje auf den Plätzen zwei und drei.

Die Karts haben nur Gas und Bremse. Eine Fliehkraftkupplung sorgt dafür, dass sich die Antriebsräder nicht schon im Leerlauf drehen. „Der 200-Kubikzentimeter-Motor benötigt Superbenzin und leistet als Viertakter 6,5 PS“, informierte Bernd Pehl über die technischen Details der 60 Kilogramm schweren Karts. „Der Motor wird industriell gefertigt und kommt auch bei manchen Baumaschinen, wie bei Rüttlern oder Wasserpumpen zum Einsatz“.

Kartslalom für Kids in Brinkum-Nord

Als Kart-Antrieb sorgt der erstaunlich leise Motor natürlich für mehr Fahrspaß, auch wenn sich bei einigen Kids der Ehrgeiz zeigte und bei allzu vielen Berührungen der Pylonen die Tränen flossen. „Wir kennen das schon und haben Erfahrungen im Trösten“, plauderte Bernd Pehl aus dem Nähkästchen. „Aus Sicherheitsgründen sind die Motoren gedrosselt und erreichen nur eine Geschwindigkeit von maximal zehn Kilometern pro Stunde“, so der Rennleiter. „Zudem können wir per Funkfernabschaltung den Zündstrom unterbrechen, bevor ein Wagen ausbricht und Schlimmeres passiert“.

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