Nachsitzen für die Organisatoren

KGS Stuhr-Moordeich verabschiedet ihre Haupt- und Realschüler in vier Etappen

Entlassene Hauptschüler in der Mensa der KGS Moordeich.
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In Erwartung ihrer Zeugnisse: die Hauptschüler der KGS Moordeich.

In vier Etappen hat die Lise-Meitner-Schule ihre insgesamt 100 Haupt- und Realschüler verabschiedet. „Du warst mal froh, dass du jetzt gehen darfst, doch schöner war Moordeich“, sangen die Lehrer für den Nachwuchs. Der verfolgte diesen Auftritt auf einer Großbildleinwand, was dem coronakonformen Ablauf der Veranstaltung geschuldet war. 

Moordeich – Mit einem komprimierten Programm hat die Lise-Meitner-Schule in Moordeich am Freitagnachmittag ihre Haupt- und Realschüler entlassen. In vier einzelnen Feiern und im stündlichen Rhythmus verabschiedete sich die Schule von insgesamt 100 Jugendlichen. Den Auftakt machten 33 Hauptschüler des neunten und zehnten Jahrgangs, gefolgt von drei zehnten Klassen der Realschule mit insgesamt 67 Mädchen und Jungen.

Coronakonform hatte das Organisatorenteam um Bernhard Schencke die Stühle in der Mensa der KGS Moordeich angeordnet. Drei Stühle standen pro Haushalt beziehungsweise Familie zur Verfügung. Auf dem Boden waren nummerierte Zettel aufgeklebt, damit die Schülerinnen und Schüler zur Zeugnisübergabe den ihnen zugedachten Platz einnehmen und den gebotenen Abstand zueinander beherzigen.

Nachdem zum letzten Mal der Pausengong für die Hauptschüler erklungen war, begrüßte sie der Schulchor MoSis mit dem Gospelsong „Oh happy day“, auch bekannt aus dem Film „Sister Act“. Allerdings flimmerte der Auftritt der Mädchen und Jungen aus dem neunten und zehnten Jahrgang lediglich als Video über die Großleinwand. Doch auch in Abwesenheit der Künstler gab es einen großen Beifall.

„Herausforderndes Jahr mit vielen Umstellungen“

Seine Rede hatte Schulleiter Jürgen Böckmann zum Thema „Anfang und Ende“ verfasst. Dazu hangelte er sich an Hermann Hesses Gedicht „Stufen“ entlang, das er sich in der Schulbibliothek besorgt hatte. „Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.“ So lautet der Anfang des Gedichts, und Böckmann stellte dazu fest: „Ihr wart sechs Jahre an der Lise, ihr habt hier geblüht.“ Mit den Zeilen „Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen“, forderte der Schulleiter den Nachwuchs auf, nicht stehenzubleiben. Bequemlichkeit führe zu Stillstand und Rückschritt. „Wer noch mit 70 Jahren mit hängender Hose und einem Wodka-Mixgetränk auf der Skaterbahn abhängt, hat die eine oder andere Stufe verpasst“, sagte Böckmann. Er dankte den Lehrern, die in einem „herausfordernden Jahr mit vielen Umstellungen versucht haben, für die Schüler das Beste herauszuholen“. Die Schüler hätten es großartig gemacht, „unter diesen Umständen zu lernen und zu Abschlüssen zu kommen“.

Nachdem sich die Jugendlichen bei Hauptschulzweigleiterin Imke Clasen ihre Zeugnisse und von Lehrer Christian Bahrke eine gelbe Rose abgeholt hatten, grüßte das Kollegium – ebenfalls per Video – mit einer sehr eigenwilligen Interpretation des Abba-Klassikers „Thank you for the Music“. Darin sangen sie unter anderem: „Doch ein Gedanke macht dich bleich: Du warst mal froh, dass du jetzt gehen darfst, doch schöner war Moordeich.“

Danach hieß es: Nachsitzen für die Organisatoren sowie für die Moderatorinnen Luna und Hannah aus dem neunten Jahrgang des Gymnasiums. Noch weitere drei Mal mussten sie das Programm abspulen, für die Klassen 10a, b und c des Realschulzweigs.

Von Andreas Hapke

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