Gemeindeverwaltung: Internetausbau an der KGS Moorsdeich geht voran

Schülervertretung: Ohne WLAN keine Digitalisierung

WLAN ist an der KGS Moordeich noch Mangelware. Die Gemeindeverwaltung von Stuhr ist aber zuversichtlich, dass der Internetausbau noch in diesem Jahr losgeht.
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WLAN ist an der KGS Moordeich noch Mangelware. Die Gemeindeverwaltung von Stuhr ist aber zuversichtlich, dass der Internetausbau noch in diesem Jahr losgeht.

Moordeich – Sie wollen nicht länger warten. Nils Richter, 15 Jahre, Angelina Lal, 15 Jahre, und Jona Ehlers, 16 Jahre, fordern den WLAN-Ausbau an der KGS Moordeich – und zwar so schnell wie möglich. Die drei von der Schülervertretung haben Angst, dass die Lise-Meitner-Schule von anderen Schulen abgehängt wird, wenn sie nicht bald von der Gemeinde Stuhr besseres Internet zur Verfügung gestellt bekommt.

„Wir wissen nicht, warum andere Schule weiter sind als wir“, meint Nils Richter insbesondere in Bezug auf den Ausbau des WLAN-Netzes an der Schule. In nur einem einzigen Schultrakt gebe es überhaupt WLAN. „Und das ist nicht für die Schüler, sondern für die Geräte und die Lehrer“, kommentiert Angelina Lal. Auf Nachfrage sagt Kerstin Frohburg, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Soziales und Freizeit der Gemeinde Stuhr: „Beim WLAN sind wir tatsächlich etwas im Hintertreffen.“ Doch das soll sich, wie von der Schülervertretung gefordert, so schnell wie möglich ändern. „Wir hoffen, dass der Internetausbau in diesem Jahr losgehen kann“, sagt sie. Das hänge von den Ergebnissen der Ausschreibungen ab.

Besonders die wenig konkreten Aussagen vonseiten der Gemeinde kritisieren die drei Schülervertreter. Vor zwei Jahren habe es bereits geheißen, dass besseres WLAN komme. „Das war 2019, und bisher ist nicht wirklich viel passiert“, meint Nils Richter. „Wir wissen, dass unser Schulleiter im Austausch mit der Gemeinde ist.“ Frohburg erklärt: „Wir sind zurzeit in einem Prozess. Da gibt es interne Fragestellungen, die klären wir natürlich auch erst intern.“

Was den Digitalisierungsprozess der Schule betrifft, haben die Schülervertreter konkrete Ideen und Forderungen im Kopf. „Wir haben zwei große Räume und einen kleinen Computerraum“, sagt Angelina Lal. Das sei für die gesamte KGS zu wenig. Wenn die Schüler beispielsweise mit Tablets ausgestattet werden, „dann können wir in jedem Klassenraum digital arbeiten“.

Jona Ehlers wünscht sich mehr Unterstützung für die Lehrer, die sich bereits jetzt für die Digitalisierung an der Schule einsetzen – sowohl finanziell als auch technisch. So sei es zum Beispiel sinnvoll, wenn die Schüler Endgeräte zur Verfügung gestellt bekämen, die kompatibel zu den Tablets seien, die die Lehrer bereits besitzen.

Damit Schüler sich aktiv in den Digitalisierungsprozess der Lise-Meitner-Schule einbringen zu können, bringen Angelina Lal, Nils Richter und Jona Ehlers eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der Gemeindeverwaltung, Experten vom Fach und der Schülervertretung ins Spiel. „Ich weiß nicht, wie die Gemeinde das sieht, aber wir sind immer bereit in einen Austausch zu gehen“, sagt Nils Richter. Den Gedanken an eine solche Arbeitsgruppe hatte die Verwaltung zwar noch nicht, meint Kerstin Frohburg. Komplett abgeneigt ist sie allerdings auch nicht: „Grundsätzlich schließe ich das nicht aus. Die Gemeinde ist immer gesprächsbereit und verschließt sich natürlich nicht vor pfiffigen Ideen.“ Sie ermutigt die Schüler, den direkten Kontakt zur Gemeinde zu suchen, wenn sie Fragen oder Anregungen haben.

Eine dieser Schülerideen ist, dass die Gemeinde Stuhr eine Vollzeitstelle schaffe, die für alle Fragen rund um die Digitalisierung zur Verfügung steht. Den Status quo finden die Schülervertreter unbefriedigend: „Die Schule hat im Moment keinen direkten Ansprechpartner.“ Frohburg: „Aus dem Blickwinkel der Schüler kann ich das gut verstehen.“ Sie meint aber: „Wenn wir mit der Digitalisierung fortgeschritten sind, dann müssen wir die Dimensionen abschätzen.“ Ob dann eine neue Stelle die optimale Lösung sei, könne sie noch nicht einschätzen.

Bevor solche Ideen allerdings Realität werden können, sei der Internetausbau der Schule das Wichtigste, meint Nils Richter. „Ohne WLAN ist zum Beispiel eine digitale Tafel auch nur eine Tafel mit Display. Das ist schön, aber man kann auch an eine ganz normale Tafel schreiben“, meint er. Dabei sei gerade das digitale Lernen mit Online-Daten so wichtig in der heutigen Zeit, weil es einfach dem Zeitgeist entspreche.

Nils Richter wünscht sich, dass sich die Situation so schnell wie möglich ändert: „Der Internetausbau muss in der Prioritätenliste nach oben.“

Von Jannick Ripking

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