„Keine neutrale Berichterstattung“

Der AfD-Kreisverband Diepholz kritisiert Umgang mit Andreas Iloff

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Stuhr - Der Pressesprecher des AfD-Kreisverbands Diepholz, Harald Wiese, kritisiert die Berichterstattung über seinen Parteikollegen und Kreisvorsitzenden Andreas Iloff. In dem Artikel „Iloffs Draht zur rechten Szene“ in der Kreiszeitung werde hauptsächlich auf Informationen des Journalisten-Duos Andrea Röpke und Andreas Speit zurückgegriffen, die er als ungeeignete Quellen ansieht.

Beiden unterstellt er Kontakte zur linken bis linksextremen Szene. „Da dies keine neutralen Berichterstatter sind, gestehen wir ihnen auch keine Deutungshoheit zu“, schreibt Wiese über die Arbeit der mit mehreren Preisen ausgezeichneten Journalistin Röpke. Man werde aber selbstverständlich alle Sachverhalte ohne Vorverurteilung prüfen.

Andreas Iloff selbst erklärt laut der Mitteilung, er habe einen Eid auf das Grundgesetz der Bundesrepublik geleistet und fühle sich dem verbunden. Die Verfassung zu wahren, sei auch bei seinem Eintritt in die AfD ein Hauptgrund gewesen. Vor seinem Eintritt sei er in keiner anderen Partei, Sekte, keinem Orden oder in irgendeiner anderen Organisation Mitglied gewesen und sei es auch heute nicht.

Die Behauptung, dass er vom Verfassungsschutz beobachtet werde, könne er nicht bestätigen. Eine Eilanfrage zu Presseauskünften zu seiner Person beim Landesamt für Verfassungsschutz habe ergeben, dass personenbezogene Daten aus Datenschutzgründen nicht mitgeteilt werden könnten.

Durch Aktivitäten im „Freundeskreis Deutschland“ bekannt

Der Kreiszeitung liegt allerdings ein Schreiben des Verfassungsschutzes vor, in dem es heißt, dass Iloff der Institution durch rechtsextremistische Aktivitäten im „Freundeskreis Deutschland“ bekannt ist. „Kennzeichnend für die weltanschaulichen Grundsätze des Freundeskreises ist eine auf völkischem Denken basierende nationalistische Ausrichtung“, so der Verfassungsschutz.

Der Vorstand des AfD-Kreisverbands Diepholz erklärt weiterhin, dass seine Mitglieder sich als Liberale und Konservative sehen. „Wir haben keine gemeinsamen Ziele mit Reichsbürgern oder dem sich selbst nationaler Widerstand nennenden Bodensatz völkischer Nationalisten mit inhaltlichen Traditionslinien zur finstersten Epoche unserer Geschichte. Wir lehnen gemeinsame oder überschneidende politische Betätigungen mit diesen Personenkreisen und deren Organisationen ab“, heißt es in dem Schreiben der AfD abschließend. 

 juk

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