Der TSV Heiligenrode richtet zum ersten Mal das Kreisturnfest für Kinder und Jugendliche aus

„Keine leichte Aufgabe für einen kleinen Verein“

Über diesen Sprung am Pferd staunen auch – oder gerade? – die Männer nicht schlecht. - Foto: Ehlers

Heiligenrode - „No sports“ soll der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill im hohen Alter gesagt haben. Doch wahrscheinlich hätte auch er seine helle Freude an dem 38. Kreisturnfest für Kinder und Jugendliche des Turnkreises Diepholz gehabt. Erstmals ging die Veranstaltung am Wochenende auf Einladung des TSV Heiligenrode in der Halle an der Grundschule über die Bühne.

Bereits am Freitag wurde die Zeltstadt auf dem alten Sportplatz errichtet. Es galt, den 15 Vereinen mit insgesamt mehr als 350 Kindern und Jugendlichen sowie deren ehrenamtlichen Helfern Unterkunft, Verpflegung und ein abwechslungsreiches Programm über drei Tage zu bieten. „Keine einfache Aufgabe für einen relativ kleinen Verein“, wie Brigitte Nobis-Meyer, Vorsitzende des Turnkreises, am Sonnabend in ihrer Begrüßung die logistische Leistung des TSV anerkannte. Dieser bietet erst seit zehn Jahren die Sparte Kunstturnen an.

Gerade einmal vier Jahre alt ist Elena aus Sulingen, die mit ihrer Mannschaft so manches Kunststück zwischen Spagat und Handstand auf der Matte zeigte. Sie hatte noch nicht in der Zeltstadt übernachtet, sondern war erst am frühen Sonnabend angereist. Für den besonderen Taxiservice aus Sulingen sorgte die Mama der kleinen Mitturnerin Sabrina.

Erstmals in seiner Funktion als Landrat war der in Heiligenrode lebende Cord Bockhop mit dem Fahrrad gekommen, um seine Rede zu halten. „Wo seid ihr Turner?“ wollte er hinsichtlich der weiblichen Übermacht wissen. Da gingen ganz hinten die Hände der Jungs hoch, aber so richtig viele waren es insgesamt nicht.

Für die Gemeinde Stuhr dankte deren stellvertretende Bürgermeisterin Doris Karin Hofmann allen engagierten Kräften und lud diese zu einer Erkundungstour durch Heiligenrode ein.

Nach den offiziellen Worten legten die Teilnehmer des Sportfestes rund um die abgesperrte Fanger- und Schulstraße gleich los. Wer zwischendurch mal keine Lust hatte, machte es sich in der Zeltstadt gemütlich. Statt mit Handys beschäftigte sich der Nachwuchs zwischen den einzelnen, mit rotem Bauband abgesperrten „Distrikten“ der Bassumer, Sulinger oder Brinkumer mit Spielen wie Federball. Jeder Verein hatte etwas mitgebracht, Langeweile hatte keine Chance.

In der Halle wurde geturnt, draußen gelaufen. Korbball und der Trimm-Zehnkampf am Sonntagvormittag gingen ebenfalls in die Bewertungen ein. Spaß bereitete den Aktiven vor allen Dingen das Gemeinschaftsgefühl, ganz gleich ob bei den Übernachtungen im Zelt, dem gemeinsamen Essen, der abendlichen Disco mit fetziger Musik sowie den Workshops – von Airtrack und Wikingerschach über Cheerleading und Zumba bis hin zum Bernsteinschleifen.

Kreisturnfest des TSV Heiligenrode

Besonders überrascht dürften die Eltern von der vorbildlichen Disziplin ihres Nachwuchses gewesen sein. Schuhe ausziehen vor der Halle klappte ebenso wie leise sein bei den Ansprachen. So kann es weitergehen. Über die Ergebnisse berichten wir in unserer morgigen Ausgabe. 

ak

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