Katholischer Kirchenchor feiert 35-jähriges Bestehen mit Sängern aus Blender und Lunsen

Volles Haus und voller Einsatz

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Gut besucht war das Jubiläums-Chor-Konzert in der katholischen Kirche in Brinkum.

Brinkum - Von Angelika Kratz. Guten Freunden bringt man auch mal ein Ständchen: Zum 35-jährigen Bestehen des katholischen Kirchenchores hatten die Brinkumer befreundete Gruppen aus Blender und Lunsen (Kreis Verden) in der Heiliggeistkirche zu Gast.

Zuvor reiste jedoch der Brinkumer Chor am Sonnabend nach Lunsen in die Samtgemeinde Thedinghausen und begeisterte dort sein Publikum. „Ein ganz kleiner Ort mit einer riesigen Kirche, die bestens gefüllt war“, berichtete ein Chormitglied begeistert vom gelungenen Auftakt zur Jubiläumsveranstaltung.

Doch auch in der katholischen Kirche Brinkum blieb kein Platz frei. Chorleiterin Veronika Hampf strahlte angesichts dieser Kulisse. „Es ist einfach schön, so viele Sängerinnen und Sänger hier zu haben, denn sonst singen wir nur auf dem Orgelboden“, freute sich Hampf. Die Sänger der Kirchenchöre Blender und Lunsen (Einstudierung Marietta Bohlmann), der Polyhymnia Holtum-Marsch (Einstudierung Susanne Shehata) und des Brinkumer Kirchenchores stellten sich rund um den Altar auf. Die Instrumentalisten Barbara von Hake (Violine), Andreas Brockmann (Violine), Christian Melsheimer (Viola), Dietrich Haselbach (Violoncello) und Traute Haselbach (Orgel) begleiteten sie. Das Stück „Macht hoch die Tür“ sangen alle Anwesenden gemeinsam. Dem folgte a-capella das „Magnificat“ des italienischen Komponisten Ludovico da Vioadana (1560 bis 1627) gemeinsam mit den Brinkumer Gastgebern, bevor die Werke von Telemann, Buxtehude und Vivaldi erklangen.

Sopranistin Ute Kracke sorgte mit ihrer wunderschönen Stimme nicht nur bei der Arie „Natus est Jesus“ von Philipp Friedrich Bödecker (1607 bis 1683) für wohlige Seufzer im Publikum. Höhepunkt des Abends war die von Chören, Sopranistin und Instrumentalisten vorgetragene Pastoral-Messe op. 110 von Ignaz Reimann (1820 bis 1885), die auch unter dem Namen „Christkindl-Messe“ bekannt ist. Damit erfüllte sich auch der große Herzenswunsch eines Chormitglieds aus Brinkum. Dessen Wurzeln liegen in Schlesien, wo dieses Werk Tradition hat. „Er hat uns die nicht gerade billigen Noten gesponsert“, verriet Chorleiterin Hampf.

„Das war perfekt“, urteilte ein Besucher nach dem Werk. Das sahen offenbar viele andere Zuhörer ähnlich: Sie standen auf und spendeten den Künstlern reichlich Applaus.

Später riefen die Sänger das Publikum noch einmal zu einer gemeinsamen Aktion auf. „Vom Himmel hoch“ bildete den gelungenen Abschluss des Abends. Das zeigte sich auch bei den Spendenkörben am Ausgang, die sich rasch füllten, sehr zur Freude von Veronika Hampf. Mit dem Geld sollen vor Ort Patenschaften für vier Flüchtlingsfrauen finanziell unterstützt werden, sagte sie.

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