Eberhard und Marga Jäkel feiern diamantene Hochzeit

Als der junge Schlachter seine „Moorhexe“ traf

+
Marga und Eberhard Jäkel fühlen sich in ihrem „Hexenhäuschen“ in Fahrenhorst pudelwohl.

Stuhr - Vor 60 Jahren sagte Eberhard Jäkel „Ja“ zu seiner „Moorhexe“ Marga. Kennengelernt hat sich das diamantene Paar in Lilienthal-Falkenberg, das an ein großes Moorgebiet angrenzt. Bei „Kutscher Behrens“ wurde zum Tanz aufgespielt, und es funkte zwischen den beiden.

Die Wurzeln von Eberhard Jäkel liegen in Niederschlesien in Alzenau bei Goldberg. Die Kriegswirren bedeuteten für die Familie einen endgültigen Abschied Richtung Norddeutschland im Jahr 1946.

Trotz Geburt der Tochter - Minderjähriger erhält keine Erlaubnis zu heiraten

In Hoya erlernte Eberhard Jäkel das Fleischerhandwerk. Gleich gegenüber der Schlachterei war eine Molkerei, in der die junge Marga im Hause arbeitete. Entsprechend hatte der spätere Ehemann bereits bei den gelegentlichen Begegnungen „ein Auge“ auf Marga geworfen.

Obwohl Tochter Marion geboren wurde, durfte das Paar nach damaligem Recht nicht heiraten, denn die Seite des frisch gebackenen Vaters gab dafür keine Zustimmung. Erst als Eberhard Jäkel 21 Jahre alt und somit volljährig wurde, heiratete das Paar am ersten Geburtstag der kleinen Tochter, die zugleich getauft wurde. Nach Marion folgten Ute, Jürgen und Susanne.

Im Wochenendhaus in Fahrenhorst tankten die beiden Bremer regelmäßig auf. „Wir sind keine Großstadtmenschen“, sagt das Paar. Nach Renovierung, Verlegung von Stromleitung und Abwasseranschluss und dem Gang zum Notar wurde daraus für Jäkels die feste Adresse im schattigen uralten Buchenwald von „Klein-Fahrenhorst“.

„Wir sind hier glücklich“

Ein handgeschnitztes Schild steht an der Straße, denn ohne diesen Hinweis würde wohl keiner das schmucke „Hexenhäuschen“ finden. „Uns reicht es, und wir sind hier glücklich.“ Das mag man dem fröhlichen Paar nur allzu gerne glauben. Bestens funktioniert die Nachbarschaft, die jedes Jahr ihre Geselligkeit mit einem großen Essen feiert.

Der Blick zurück auf die Berufstätigkeit ist bei Jäkels mit guten Erinnerungen verbunden. Bei Eberhard sorgten die damaligen Hausschlachtungen in Fahrenhorst für feste Bekanntschaften: „Das ging mit einem Handschlag und ohne viele Worte.“ Und so wurde aus dem einstigen Wochenendhaus ein fester Wohnsitz.

„Wir wollen hier nie wieder weg“, betonen Marga und Eberhard Jäkel, auch wenn bei Sturm stets Alarm hinsichtlich der Dachpfannen besteht. Das Jubelpaar genießt dennoch seine Bleibe unter dem grünen Dach. 

ak

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Islamistischer Terroranschlag in Barcelona mit vielen Toten

Islamistischer Terroranschlag in Barcelona mit vielen Toten

IGS Rotenburg ist Partnerschule des DFB

IGS Rotenburg ist Partnerschule des DFB

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona

Bilder: Tote und viele Verletzte nach Terrorattacke in Barcelona

Übung des Ortsvereins Bassum und des Technischen Hilfswerks

Übung des Ortsvereins Bassum und des Technischen Hilfswerks

Meistgelesene Artikel

Aus der Disco direkt gegen eine Laterne und in eine Schlägerei

Aus der Disco direkt gegen eine Laterne und in eine Schlägerei

Doppeltes Grün an der Ampel? Autos kollidieren auf der B214

Doppeltes Grün an der Ampel? Autos kollidieren auf der B214

Syker Entenrennen endet mit denkbar knappem Zieleinlauf

Syker Entenrennen endet mit denkbar knappem Zieleinlauf

Technischer Defekt setzt Keller komplett unter Wasser

Technischer Defekt setzt Keller komplett unter Wasser

Kommentare