Jugendliche setzen ihre Horrorgeschichte in Form eines Comics um

Hammermörderin treibt im Haus am Wall ihr Unwesen

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Selma Lahdo als „Hammermörderin“ lässt ihren Kollegen (v.l.) Meico Przybylski, Justus Brand, Milena Techentin und Leon Gerke das Blut in den Adern gefrieren. Auf dem Bild fehlt Julia Ott.

Brinkum - Von Heiner Büntemeyer. „Lustig kann jeder“, behauptet Justus Brand. Er ist der Kameraexperte einer Gruppe Jugendlicher, die im Haus am Wall eine Fotostory erarbeitet haben: eine Horrorgeschichte, in der eine Hammermörderin die Hauptrolle spielt. Ihren spannenden Comic haben sie jetzt in dem Jugendtreff vorgestellt.

Es ist schon gruselig, was Cathrin ihren jungen Gästen von der Hammermörderin erzählt. Einige Jahre zuvor soll sie durch die Schuld spielender Kinder beim Bau des Hauses ums Leben gekommen sein. Wenig später ist Cathrin selbst tot, und die Kinder sehen eine monstermäßig anmutende Figur durch den Flur huschen. Im Wohnzimmer bemerken sie, dass alle Türen und Fenster verriegelt sowie Schlüssel und Handys verschwunden sind. Noch zweimal schlägt das Monster zu. Es tötet Jake und verletzt Miley. Erst dem mutigen Christian gelingt es, die Hammermörderin zu stellen, und Miley bekommt die Chance zur Flucht. Christian selbst jedoch stirbt ebenfalls durch einen Hammerschlag.

Meico Przybylski, Selma Lahdo, Justus Brand, Milena Techentin, Leon Gerke und Julia Ott haben sich die Story von der „Hammermörderin“ ausgedacht. Umgesetzt haben die 12- bis 15-Jährigen sie unter Anleitung von Sozialpädagoge Alexander Hohmann. Fast ein Jahr lang dauerte es, bis aus der Idee der fertige Comic wurde. Schließlich mussten die Mädchen und Jungen alles selbst erarbeiten.

Zunächst zeigte Hohmann ihnen den richtigen Umgang mit der Fotokamera. Sie lernten unterschiedliche Perspektiven und den „goldenen Schnitt“ kennen. Anschließend ging es darum, die Aktionen darzustellen. Dabei half dem Nachwuchs ein „Emotionsrad“: Bei welcher Emotion es auch stehen blieb, die Jugendlichen mussten sie ihren Mitstreitern so vorspielen, dass diese sie erraten konnten. Erst danach entschied die Gruppe, dass sie eine Horrorgeschichte schreiben will.

Als das Skript mit allen Einstellungen fertig war, rührten die Jugendlichen Kunstblut an, und unter Zuhilfenahme von Wachs taten die tödlichen Hammerschläge nicht mehr weh.

Schritt für Schritt arbeiteten die Laienschauspieler die Fotostory ab, was einige Monate dauerte. Überrascht stellten sie fest, dass sie in dieser langen Zeit immer dieselben Klamotten und dieselbe Frisur tragen mussten. Mit Hilfe eines sogenannten Comic-Life-Programms haben die Jugendlichen ihre fertige Fotostory unter anderem mit Sprechblasen vervollständigt und so in einen Comicstrip verwandelt. Die einzelnen Seiten dieses Comics hängen jetzt gerahmt im Haus am Wall. Auch im Internetauftritt der Einrichtung ist die Geschichte nachzulesen.

Das Ensemble durfte sich auch ein gebundenes Exemplar als Andenken mit nach Hause nehmen.

www.hausamwall.de

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