Jugendliche präsentieren Politikern ihren Favoriten für die Funsportanlage am Brunnenweg

Applaus für das Modell des Nachwuchses

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Dieses Modell favorisieren die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt für die Funsportanlage am Brunnenweg. Es präsentieren (v.l.) Streetworkerin Katrin Sander, Arooj Tariq, Jannes Weege, Ali Ademi, Leo Hilbers, Marvin Frost, Mahdi Issa und Uwe Helmes von der Gesellschaft Stellwerk Zukunft.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die geplante Funsportanlage am Brunnenweg in Brinkum hat Gestalt angenommen – und zwar in Form eines Modells, das Jugendliche am Dienstagabend im Ausschuss für Jugend, Freizeit und Kultur vorgestellt haben. Es ist das Ergebnis einer Zukunftswerkstatt, die in mehreren Schritten im „Haus am Wall“ über die Bühne gegangen war. Für den Ausschussvorsitzenden Peter Strohmeyer (SPD) stand fest: Nachdem die Jugendlichen derart vorgelegt haben, „kann die Politik gar nicht mehr zurück“.

Mit dem Modell präsentierten die Teenager ihren Favoriten für die Fläche schräg gegenüber der Feuerwehr. Insgesamt hatten sie vier Entwürfe erarbeitet und sich anschließend für einen Favoriten entschieden. „Die Gruppe wollte eine Anlage für Jugendliche ab 13/14 Jahren aus Stuhr. Sie haben für andere mitgedacht“, lobte Uwe Helmes von der Gesellschaft Stellwerk Zukunft, die das Projekt begleitet. Er habe schon häufig Modelle mit Jugendlichen gebaut, „aber selten so tolle“.

Fußballkäfig, Volleyballfeld, Fitnessbereich, Chillecke, Grillplatz, Basketballkorb, Betonmauern zum Sprayen sowie kleine Elemente zum Skaten und für den Trendsport Parkour (effizientes Überwinden von Hindernissen durch die Kombination verschiedener Bewegungen, die Red.) bilden die Kernpunkte des Konzepts. Die Jugendlichen wünschen sich auch eine Beleuchtung, ausreichend Müllbehälter, einen Strom- und Wasseranschluss, Toiletten, WLAN, Radständer und Parkplätze. Als Abgrenzung zum Brunnenweg haben sie sich einen bepflanzten Wall überlegt.

Als Belag für den Fußballkäfig favorisieren die Jugendlichen Kunstrasen oder Gummi, „auch wenn das viel kostet“, weiß Ali Ademi. Das müsse die Gemeinde klären.

An dem Volleyballplatz habe vor allem die Jugendfeuerwehr ein großes Interesse, berichtete deren Mitglied Marvin Frost. „Wir haben bei der Feuerwehr keine Möglichkeit, ein Feld aufzubauen.“

Für den Fitnessbereich nannte Jannes Weege als mögliche Geräte Klimmzugstangen, Reck, Barren, einen Crosstrainer sowie einen Bauch- und Rückentrainer. „Die Skateelemente wollen wir bewusst klein halten. Es gibt schon einen Skaterplatz in Stuhr, wir wollen Angebote für viele“, begründete Jannes.

Den Grillplatz sieht Mahdi Issa am besten „in einer Ecke“ der Fläche aufgehoben. „Damit es keinen stört.“

„Die Jugendlichen haben sich viele Gedanken gemacht und sind sich auch des Lärmschutzes bewusst. Ihnen ist ein multifunktionaler Platz wichtig“, fasste Streetworkerin Katrin Sander zusammen.

Die Politiker überschlugen sich mit ihrem Lob für den Nachwuchs. „Beeindruckt“ etwa zeigte sich SPD-Ratsherr Gerd Harthus. „Ich würden mich freuen, wenn wir das gemeinsam wuppen können.“ Von einem „hervorragend gelungenen Modell“ sprach CDU-Ratsfrau Sigrid Rother. „Es ist wichtig für diese Altersgruppe, dass sie einen Platz haben, wo sie sich aufhalten können“, sagte sie. Gar als „Handlungsanweisung“ wollte FDP-Fraktionschef Jürgen Timm das Konzept verstanden wissen. Formal spricht da nichts gegen, wie Hajo Giesecke, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Umwelt, bestätigte. Das Ergebnis sei baulich und genehmigungstechnisch zu verwirklichen. Die Gemeinde werde wohl ein Landschaftsarchitekturbüro damit beauftragen. Giesecke hatte die Zukunftswerkstatt seitens der Verwaltung begleitet.

Wie geht es jetzt weiter? Das wollten die Jugendlichen vom Ausschuss wissen. Zunächst seien die Kosten für das Projekt zu klären, antwortete Detlev Gellert, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Freizeit. Anschließend berate noch einmal der Ausschuss für Jugend, Freizeit und Kultur über das Thema. Sollte die Politik das Geld für den Haushalt 2016 bereitstellen, könnte im selben Jahr mit „Teilen“ des Modells begonnen werden.

Für Timm stand fest: „Es sollte nicht viel Zeit vergehen, bis die Jugendlichen etwas in Anspruch nehmen können.“

Vielleicht könnte man den Nachwuchs auch bei der Umsetzung einspannen. Sozialpädagogin Sara Appelhagen kündigte jedenfalls an, dass die Jugendlichen auch „konkret am Bau beteiligt sein wollen“.

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