Berufsfelderkundung für Haupt- und Realschüler der KGS Brinkum

136 Jugendliche besuchen 88 Betriebe aus der Region

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Die Jury mit (v.l.) Eva Avenarius, Franziska Hüneke, Lothar Wimmelmeier, Niko Budelmann, Heide Spiecker und Timo Garbade hat sich die Auswahl der zu prämierenden Plakate nicht leicht gemacht.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Drei Tage, drei Betriebe – unter diesem Motto lief in der vergangenen Woche die Berufsorientierung für Achtklässler der Haupt- und Neuntklässler der Realschule an der KGS Brinkum. Abschließend sollte jeder der insgesamt 136 Teilnehmer ein Plakat über den Job gestalten, der ihm am meisten zugesagt hatte. Die besten, von einer Jury ausgewählten Plakate wurden während einer kleinen Feier im Trakt an der Meyerstraße prämiert.

Zum dritten Mal lief an der KGS Brinkum diese Berufsfelderkundung, so die genaue Bezeichnung der Zusammenarbeit zwischen der Schule, der Stuhrer Wirtschaftsförderung und dem Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft (BNW). Letzteres hatte in Person seiner pädagogischen Mitarbeiterin Eva Avenarius die Kontakte zu den Betrieben aufgenommen. „Wir haben versucht, Wunschberufe zu berücksichtigen“, sagte Avenarius. Insgesamt beteiligten sich 88 Unternehmen, darunter das Finanzamt in Bremen und ein Kindergarten in Weyhe. In Stuhr machten laut Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier rund 30 Betriebe mit, etwa Eggers Fahrzeugbau, Cordes & Graefe, Pöppel-Stauden, Springer-Rohbau und der Senioren-Wohnpark Weser.

Die Schüler konnten zwischen fünf sogenannten Berufsfeldgruppen wählen. Entschied sich ein Jugendlicher für das Feld Gesundheit/Soziales/Gastronomie, hat er beispielsweise in die Tätigkeiten eines Altenpflegers, eines Sozialpädagogen und einer Hotelfachkraft hineingeschnuppert. Weitere Berufsfelder waren etwa Wirtschaft/Verwaltung/Logistik und Verkauf/Beratung/Wirtschaft – Jobs, die laut Avenarius „im weitesten Sinn zusammengehören“. Haupt- und Realschüler gingen gemischt in die Berufsfeldgruppen.

„Das ist ein Baustein, um Berufe kennenzulernen, wobei die Jugendlichen hierbei gleich mehrere Betriebe besuchen“, sagte Wimmelmeier. Beide Seiten profitierten, denn: „Auf ihrer Suche nach Fachkräften haben die Firmen eine gute Chance, Nachwuchs zu generieren.“

Am Ende belohnte eine Jury 19 Plakate mit einem Preis. Dem Gremium gehörten neben Avenarius und Wimmelmeier die Elternvertreterin Heide Spiecker, Gymnasiast Niko Budelmann sowie die Realschüler Franziska Hüneke und Timo Garbade an. Ihren Schwerpunkt legten sie auf die inhaltliche Gestaltung. Welche Tätigkeiten machen den betreffenden Beruf aus? Warum hat mir der Tag gut gefallen? Unter anderem diese Fragen galt es abzuarbeiten. Als Gewinne hatten heimische Betriebe Kopfhörer, USB-Sticks, Kissen mit integrierten Decken, Kartenspiele, Einkaufsgutscheine und mehr gespendet.

„Manche Schüler haben sich mehr, manche weniger Gedanken gemacht“, stellte Lehrerin Gertrud Hoffmann fest. Sie hatte als Fachbereichsleiterin Arbeit-Wirtschaft die Aktion seitens der Schule begleitet. Ihre Idee war es auch, die Plakate diesmal durch eine Jury beurteilen zu lassen. Die Bewertung durch die Eltern sei in der Vergangenheit nicht durchweg auf Begeisterung gestoßen. Die nicht-prämierten Werke waren ebenfalls zu sehen – nach Berufsfeldern sortiert in den Klassenzimmern.

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