Jürgen Böckmann ist neuer Leiter der KGS Moordeich

„Hohe Schulqualität weiterentwickeln“

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Jürgen Böckmann fühlt sich wohl als Leiter der Lise-Meitner-Schule. Seit 7. September bekleidet er diesen Posten.

Moordeich - Von Andreas Hapke. Ein kooperativer Umgang miteinander sowie klare Strukturen und, falls notwendig, klare Anweisungen: So beschreibt Jürgen Böckmann seinen Führungsstil. Seit 7. September ist er der neue Leiter der Lise-Meitner-Schule. Vier Wochen erst, und trotzdem lange genug um festzustellen: „Ich habe den Schritt nicht bereut und alles so vorgefunden, wie ich es erwartet hatte.“

Böckmann meint die „hohe Schulqualität“ und das „engagierte Leitungsteam“, das sich in Moordeich neu zusammengesetzt habe. Dies war ihm bereits vor seinem Amtsantritt nicht fremd. Der 45-Jährige kennt die Schulstrukturen in Stuhr aus seiner Arbeit am Förderzentrum Leester Heide, wo er insgesamt neun Jahre beschäftigt war und die vergangenen zwei Jahre als Rektor fungierte. Er habe eine neue Herausforderung gesucht, begründet er seinen Wechsel in die Nachbargemeinde. Die Stellenausschreibung für die Nachfolge von Gerhard Heinemann im Dezember vergangenen Jahres kam da wie gerufen.

Der Unterschied zwischen altem und neuem Arbeitsplatz mache sich vor allem durch das größere Personal an der KGS bemerkbar, sagt Böckmann. „Da profitiert man von der Teilnahme an den Qualifizierungskursen für Schulleiter.“ Die „Basics“ der Tätigkeit seien an beiden Schulen in vielen Bereichen ähnlich.

In dem Leitbild der KGS Moordeich sind ihm das angenehme Schulklima, der respektvolle Umgang miteinander und die Gestaltung einer freundlichen Schule ins Auge gesprungen. Aspekte, die Böckmann als Grundlagen bezeichnet, um den Nachwuchs „erfolgreich zum Abschluss zu führen“. Sein Ziel sei es, die hohe Qualität nicht nur zu erhalten, sondern weiterzuentwickeln. Als Beispiel nennt Böckmann den in diesem Jahr begonnenen Austausch mit einer Schule aus dem spanischen Alicante. Außerdem rechnet er auch in den kommenden Jahren mit Erlassen und Gesetzgebungen, die sinnvoll in den Schulalltag integriert werden müssten.

Um sein Ziel zu erreichen, strebt Böckmann eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde an. Diese Kooperation mit der Kommune als Schulträger sei sogar „unablässig“. Darüber hinaus setzt er auf die Arbeit in den Gremien, speziell im Schulvorstand. Er wolle Eltern, Lehrer und Schüler gleichermaßen einbinden. Für Deutschunterricht in den Klassen bleiben in seiner Position gerade mal fünf Stunden.

„Wenn die Gemeinde in einigen Jahren sagt: ,Wir sind stolz auf die KGS Moordeich‘, wenn auch die Eltern stolz darauf sind, ihre Kinder zu uns zu schicken, ebenso die Lehrer, dass sie hier unterrichten dürfen, dann wäre ich stolz, dass ich die KGS leite“, formuliert der Neue etwas pathetisch seine Vorstellung von mittelfristigem Erfolg.

Böckmann ist ledig und stammt aus Stadtlohn in Westfalen. Er hat ein Studium der sozialen Arbeit in Bielefeld und eines der Sonderpädagogik in den Fächern Sport und Deutsch in Köln absolviert. Es folgte der Umzug nach Bremen – ein Schritt, den ihm Eltern, Kollegium und Schulleitung in Leeste leicht gemacht hätten. „Sie haben mich sehr gut aufgenommen.“

Nun also der Wechsel nach Moordeich, der momentan noch mit viel Arbeit verbunden ist. Entsprechend spät kommt Böckmann abends nach Hause, Hobbys wie Lesen und Sport fallen unter den Tisch. Spätestens am Freitag, 6. November, sollte aber Zeit sein für Entspannung außerhalb von Schule und Wohnung: KGS-Deutschlehrer Juraj Sivulka hat ihn zu seiner nächsten Lesung eingeladen. Auch in Moordeich, so scheint es, macht ihm das Kollegium den Einstieg leicht.

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