Jubiläumskonzert in ehemaliger Blockener Schule

Zehn Jahre „Chor-Nection“: Es bleibt spannend

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Im proppevollen Übungsraum in der Blockener Dorfschule nimmt das Ensemble „Chor-Nection“ die Besucher mit auf eine zehnjährige Zeitreise.

Blocken - Von Angelika Kratz. Seine erste Null feierte das Ensemble „Chor-Nection“ mit einem Jubiläumskonzert in der ehemaligen Blockener Schule. Der Übungsraum des einstigen Chors der Musikschule Reckeweg war mit Freunden, Förderern und Familienangehörigen vollkommen belegt. Vom „Elternhaus“ der Varreler Musikschule hat sich die Formation seit dem Jahre 2016 abgenabelt und ist nun „erwachsen“ geworden, wie es in dem amüsanten Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre hieß.

„Oh happy day“, ertönte es aus den Kehlen der 35 Sängerinnen und Sänger des Pop- und Gospelchors unter Leitung von Florian Krämer als Geburtstagsständchen zum Auftakt. Bei „Freude schöner Götterfunken“ tauchten vor dem inneren Auge Wunderkerzen auf einer riesigen Torte auf.

Die Idee, den Eltern der Musikschule Reckeweg eine gesangliche Plattform mit einem Chor zu bieten, brachte einst 15 Sänger zusammen. Florian Krämer befand sich damals mitten im Musikstudium und wurde bei der Leitung des neuen Chors von Tanja Scherbaum unterstützt. Fünf von den „Ehemaligen“ sind noch immer dabei und legten sich zum Geburtstagskonzert ihren türkisfarbenen Schal um.

Lebendig und informativ gestaltete sich die Choreografie des Konzertes mit einem Rückblick sowie der Vorstellung aller Mitglieder. Fazit: Das „Baby“ gedieh schnell und freute sich über immer mehr „Gewichtszunahme“ durch weitere Stimmen.

Als gute Tradition von „Chor-Nection“ wurden die Gäste in der Blockener Schule zum Mitsingen aufgefordert. In „Un poquito cantas“ ging es darum, gute Laune zu haben wie ein Kanarienvogel. „You raise me up“ folgte in bester Gospel-Art, und anschließend bat der Chor: „May the Lord send Angels“, möge der Herrgott Engel schicken. Gesanglich sind die himmlischen Boten längst bei „Chor-Nection“ angekommmen. Wer singt, ist bekanntlich glücklich, und das treue Publikum weiß um die hervorragende Entwicklung des Chors durch die sogenannte Cantamus-Methode, die einen Weg zu Entspannung und Lebensfreude aufzeigen soll.

Justus Anspach von Broecker begleitete die Zeitreise durch die zehnjährige Chorgeschichte am Klavier. Er ist als Sänger und Pianist seit 2015 mit dabei und griff nicht nur zum „Rock my soul“ in die Tasten.

Chor entdeckt Romantik und Renaissance

Mit dem Auszug aus dem Elternhaus der Musikschule Reckeweg unter das Dach der Blockener Schule betrat der Chor neues Terrain. Bei aller Liebe zu Gospel und Pop erkundet das Ensemble neuerdings die Romantik und die Renaissance. Beachtliche stimmliche Beweise gab es am Freitagabend zu hören, die Geschmack auf mehr machten. Anders als beim fröhlichen Gospel konnte sich keine Stimme in der Gruppendynamik verstecken. Doch dank der hervorragenden Stimmbildung aller Mitglieder meisterte der Chor diese Herausforderung bravourös.

Angekommen ist „Chor-Nection“ im Jahr 2018 mit einem überzeugenden Repertoire und tollen Stimmen. Ausruhen wird die Formation sich auf ihren Lorbeeren sicherlich nicht, und so bleibt die Spannung, den außergewöhnlichen, ehemaligen „Elternchor“ weiterhin auf seinem Weg zu erleben.

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