Vereinsheim des TuS Varrel besteht seit 25 Jahren

Zum Jubiläum mit Außengastronomie

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Frank Schröder, Vorsitzender des Fördervereins Gut Varrel, hat sich darum gekümmert, dass die Gemeinde den erweiterten Betrieb des TuS-Vereinsheims genehmigt. Eine Voraussetzung bildete die Barrierefreiheit, weshalb der TuS einen Treppenlift einbaute.

Varrel - Von Andreas Hapke. Der Startschuss fiel mit dem Tanz in den Mai. Seitdem verfügt das Vereinsheim des TuS Varrel über eine Außengastronomie mit 40 Plätzen. „Wenn das Wetter gut ist, wird das sehr gut angenommen“, zieht Betreiber Dirk Maasch-Schröer eine erste Bilanz.

Der gebürtige Varreler ist seit Eröffnung des Vereinsheims dabei. Damals hatte er dort gekellnert, um sich ein bisschen Geld für seine Umschulung vom Werkzeugmacher zum Maschinenbautechniker hinzuzuverdienen. Nach zweifachem Betreiberwechsel arbeitet er seit 1998 als hauptverantwortlicher Gastronom. „Es war ein schleichender Prozess“, sagt der 51-Jährige. „Irgendwie habe ich mit der Zeit immer mehr Aufgaben übernommen.“ So wurde aus dem Neben- ein Vollzeitjob.

Im Hinblick auf das Jubiläum kam die Idee mit der Außengastronomie. Das Vereinsheim sollte sich öffnen für die Bevölkerung, zum Beispiel für vorbeikommende Radfahrer und Spaziergänger. Den Weg ebnete der Förderverein Gut Varrel, der die obere Etage des Gebäudes als Vereinsheim nutzt.

Damit Gastronom Dirk Maasch-Schröer die Stühle und Tische der Außengastronomie verstauen kann, hat der Förderverein Gut Varrel die Erweiterung des Unterstands für die Mülleimer in Angriff genommen. 

Der Vorsitzende und CDU-Ratsherr Frank Schröder ließ seine Kontakte zur Gemeinde spielen, um die Genehmigung auf den Weg zu bringen. Die Verwaltung wollte nicht nur das „Gesamtbild eines denkmalgeschützten Hauses wahren“, wie Schröder erklärt. Auch die Barrierefreiheit sei eine Voraussetzung für das Vorhaben gewesen. Daraufhin nahm der TuS Varrel Geld in die Hand und ließ einen Behindertenaufzug einbauen. Für Maasch-Schröer ist das ein Service für die Besucher: „Wir haben ja auch ältere Gäste“.

Bei denen, die bislang da waren, sei die Außengastronomie auf Begeisterung gestoßen. Gleichwohl würde sich der Gastwirt über eine noch bessere Resonanz seitens des TuS Varrel freuen. „Die Tanzabteilung kommt eigentlich nach jedem Training vorbei, die Fußballer eher nicht. Höchstens mal zur Trainersitzung. Das ist schade, weil sie stark vertreten sind im Klub.“ Denn trotz der Öffnung der Gaststätte für ein breiteres Publikum bleibe das Lokal, was es immer war, betont Maasch-Schröer: das Vereinsheim des TuS Varrel.

Montags bis freitags ab 17 Uhr geöffnet

Geöffnet ist es von Montag bis Freitag ab 17 Uhr. An Wochenenden besteht jetzt die Möglichkeit, die Räume für private Feiern zu buchen. Die Speisen bereitet Maasch-Schröer selbst zu, auch für 60 Personen. „Das habe ich schon immer gerne gemacht“, sagt er. Es sei kein gelernter Koch, sondern habe sich alles „autodidaktisch beigebracht“.

Über die Möglichkeit, sein Angebot an Speisen und Getränken unter der Woche zum Beispiel um Kaffee und Kuchen an den Wochenenden zu erweitern, hat Maasch-Schröer bereits nachgedacht. „Es gibt noch einige Felder, die ich bearbeiten möchte. Doch das muss sich nach und nach entwickeln.“ Er sei auf der Suche nach einer zusätzlichen Hilfe, ohne die er vorerst kein weiteres Projekt umsetzen könne – zumal der Aufwand in Zeiten von Weihnachten und Kohlfahrten noch zunehme.

Sportler und Förderer arbeiten optimal zusammen

Für Schröder war die Unterstützung eine Selbstverständlichkeit. „Ich bin selbst Mitglied beim TuS und den Verantwortlichen freundschaftlich verbunden“, sagt er. Überhaupt laufe die Zusammenarbeit zwischen dem Sport- und dem Förderverein optimal. Man helfe sich, wo es geht.

Jüngstes Beispiel ist die Erweiterung des Unterstands für die Mülleimer, damit Maasch-Schröer dort seine Tische und Stühle verstauen kann. „Es war eine Auflage der Gemeinde, dass ich nichts draußen stehen lassen soll“, erklärt der Gastronom. Bald kann sein Mobiliar in dem Unterstand verschwinden, den der Förderverein – wie fast alle Gebäude und Schuppen auf dem Gut – mit einem alten Schriftbalken verziert hat. „Es wolle Gott uns gnädig sein“, ist darauf zu lesen.

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