„Mo‘Jazz and Horns“ spielen an der Wassermühle unter Leitung von Jens Schöwing

Jazzfrühschoppen lockt nur wenige Zuhörer

Die Band „Mo‘Jazz and Horns“ spielte am Sonntag an der Wassermühle Sudweyhe Soul, Jazz und Funk vom Feinsten, aber nur vor wenig Publikum. - Foto: Ehlers

Sudweyhe - Von Angelika Kratz. Zum traditionellen Jazzfrühschoppen hatte die Band „Mo‘Jazz and Horns“ für Sonntag in die wunderschöne Anlage der Sudweyher Wassermühle eingeladen.

Während die Wetterlage in den vergangenen Jahren oft auf sehr wackeligen Beinen gestanden hatte, war gestern alles bestens. Blauer konnte der wolkenlose Himmel am Morgen nicht strahlen, die Temperaturen waren perfekt für die weiße Hose, das Kleidchen und den Sommerhut geeignet. Dennoch war das Publikum nicht unbedingt zahlreich erschienen. Offensichtlich blieben die Menschen lieber im eigenen Garten, was aber den Musikerinnen und Musikern mit Bandleader und Moderator Jens Schöwing nichts ausmachte.

Jazz, Funk und Soul vom Feinsten

Mitgebracht hatte die im Jahr 1997 von der Kreismusikschule gegründete Formation wieder ein breites Spektrum an Jazz vom Feinsten sowie Funk und Soul.

„Angels Eyes“, ein legendärer Jazz Standard aus den 1940er-Jahren, animierte die Zuhörer genauso wie „Don‘t take your love to Hollywood“, im Takt der Melodien mitzuwippen.

„Sonst fragen wir immer, ob ein Arzt im Publikum ist. Jetzt fragen wir nach einem Ingenieur“, lautete die von Jens Schöwing nicht eingeplante Unterbrechung des Frühschoppens. Die Musiker benötigten einen Schraubenzieher für die Hammondorgel – und bekamen ihn. Dazu fiel dem Moderator auch eine vergnügliche und selbst erlebte Episode von einer kochenden Orgel ein. „Wir haben eben eine Schraube locker“, erklärte der Leiter des Ensembles und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Und schon ging es mit dem Klassiker „Georgia on my mind“ weiter.

Genau richtig, um entspannt in den Tag zu starten war die Musik unter dem schützenden Pavillon oder den Laubdächern der Bäumen. Nebenan brutzelte die Bratwurst auf dem Grill, und das kühle Bier oder die Limo warteten auf die durstigen Gäste.

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