Musikschüler präsentieren im Stuhrer Rathaus Filmmusik und Soundtracks

Von James Bond bis in die Karibik

Mit konzentriertem Blick auf die Noten spielen die Musikschüler bei ihrem Auftritt im Stuhrer Rathaus Filmmusik und Soundtracks. - Foto: Ehlers

Stuhr - Von Angelika Kratz. Gefüllt bis zu den Treppenstufen war das Stuhrer Rathaus am Sonnabend beim Konzert der Musikschule Reckeweg. Der Nachwuchs übt sich nicht an den Instrumenten und dem Gesang, sondern auch mehrfach im Jahr in Bühnenerfahrung. Mit Eltern, Geschwistern und Großeltern warteten alle der 65 Akteure zwischen sieben und 21 Jahren auf ihren Auftritt. Wegen der Hitze standen alle Türen weit offen, und die Musik verbreitete sich bis in die letzten Ecken rund um das Rathaus.

Filmmusik und Soundtracks waren die Themen der gut zweistündigen Veranstaltung, die Musikschulleiter Thomas Reckeweg an der Gitarre eröffnete. Das Kaugummikauen half bei zwei Jungs an der Gitarre offensichtlich gegen die vorhandene Nervosität bei der Titelmelodie zum Paten.

Ans Lächeln Richtung Publikum dachte verständlicherweise ebenfalls keiner der jungen Musiker. Voller Konzentration war der Blick auf die Noten oder den Lehrer gerichtet, und jedem Vortrag folgte viel Applaus.

Die Eltern hatten ihre Kameras gezückt, um den oft ersten Auftritt des Nachwuchses zu dokumentieren. Mit Songs aus „Titanic“ ging es anschließend zu „Fluch der Karibik“. Auf der großen Leinwand wurden die jeweiligen Filmplakate angezeigt, zu denen Thomas Reckeweg viele Informationen über Regisseure, Musik und Entstehungsdatum mitgebracht hatte.

Als „Hammertitel“ kündigte er „Skyfall“ aus James Bond an. In Stuhr interpretierte den zwar nicht Adele, aber die 18-jährige Theresa scheint mit ihrer tollen Stimme auf bestem Wege zu sein, in die Fußstapfen der britischen Sängerin zu treten.

Die jungen Gitarrenkinder hatten sich „Happyend“ als Melodie aus dem Film „Bibi und Tina“ vorgenommen. Die kleine Philippa verschwand fast hinter ihrem Schlagzeug, aber gekonnt zeigte sie, was sie als Drummerin drauf hatte.

„Warum darf ich nur einmal spielen?“, fragte Lina in der Pause ihren Musiklehrer Thomas Reckeweg. Während frühere Generationen froh gewesen wären, diesen Stress hinter sich zu haben, war es am Sonnabend ganz anders. Musik kann eben Spaß machen, auch wenn der heutzutage oftmals lange Schulalltag Schwierigkeiten bereitet. „Das merken wir natürlich, denn um 16 Uhr sind Kinder nach der Schule oft müde“, sagte Thomas Reckeweg.

Für Aufmunterung sind dann nicht langweilige Tonleitern gefragt, sondern Melodien aus den aktuellen Hitlisten.

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