40 Jahre KGS, 20 Jahre im Netz

Die KGS Brinkum begeht ihren Ehrentag mit einer Feier in der Mensa

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Die KGS Brinkum feiert ihren 40. Geburtstag.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Den Kracher hatte sich Schulleiter Michael Triebs für das Ende der Veranstaltung aufbewahrt. Zu ihrem Ehrentag beschenkte sich die KGS mit einem neuen Internetauftritt. Unter dem Motto „40 Jahre KGS – 20 Jahre im Netz“ flimmerten zur Musik von Winnetou die Startseiten seit 1996 über die Leinwand – bis es endlich so weit war und unter dem tosenden Applaus der Besucher die neu gestaltete Homepage auftauchte.

Ein „Flachgeschenk“ hatte Landrat Cord Bockhop zum feierlichen Akt in der Mensa mitgebracht, so jedenfalls nannte er den Briefumschlag mit Scheck. Die Gemeinde sei daran mit 48,25 Prozent beteiligt, mit der Kreisumlage eben. Er erinnerte daran, dass Stuhr für den Bau der Mensa eine 90-prozentige Förderung abgegriffen habe. „Weil Verwaltung und Politik in wenigen Tagen Entscheidungen getroffen haben.“ Andere Kommunen hätten gezögert und nur noch 60 Prozent bekommen. „Sie haben nicht geschafft, was Stuhr geschafft hat.“ Die KGS habe in ihren 40 Jahren etwas erreicht, was „wir nur mit Respekt zur Kenntnis nehmen können. Es wäre schön, wenn die Politiker das auch so sehen würden und wir keine Strukturdebatte bekommen, sondern die KGS erhalten und einfach Schule machen können.“

Zuvor hatte schon Irene Kretschmer, die für die KGS zuständige schulfachliche Dezernentin der Landesschulbehörde, gratuliert. Sie habe die KGS kennengelernt mit einem umfassenden Angebot und engagierten Lehrern, als Schule, „die von sich reden macht“. Kretschmer zitierte den Paragrafen 26.2 der UN-Menschenrechtscharta, wonach die Ausbildung der Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit dienen und zu gegenseitigem Verständnis und Toleranz erziehen soll. Dies spiegele sich in dem Leitbild der Schule wider, in dem es unter anderem heißt, dass die kognitiven, sozialen und kreativen Potenziale sowie das Selbstwertgefühl der Schüler entwickelt und gestärkt werden. „Dass diese Aussagen gelebt werden, steht für die Schule außer Frage“, sagte Kretschmer.

Bildung als wichtiger Standortfaktor

Bürgermeister Niels Thomsen erklärte, dass in Sitzungen, Protokollen und Beschlussvorlagen kein anderes Thema so gegenwärtig sei wie die KGS Brinkum. Die Gemeinde wirke als Schulträger über Dinge mit, die nicht im Schulgesetz verankert seien, etwa die Bereitstellung von Mitteln für die seit 2011 laufende Sanierung. Diese sei auf jeden Fall abgeschlossen, wenn die Schule ihren 50. Geburtstag feiere, scherzte er.

In seinem Rückblick auf 40 Jahre KGS ließ Triebs Besonderheiten wie die Ernennung zur Expo-Schule, das Bläserklassenkonzept und die Theater-AG Revue passieren. Den Politikern dankte er, dass sie Bildung als wichtigen Standortfaktor sehen. „Wir wollen der wichtige Standortfaktor sein und bleiben.“ Er selbst habe vor 40 Jahren als Funker in einem U-Boot gesessen und die Verbindung zum Festland mit Morsezeichen hergestellt. „Heute verschicken wir in Sekundenschnelle Musik und Fotos. Ich komme mir vor, als hätte ich damals in der Steinzeit gelebt.“ Beim Blättern in alten Protokollen war Triebs auf diverse Anekdoten gestoßen, etwa auf die Androhung eines Verweises, weil der betroffene Schüler neben der Markierung der Raucherecke geraucht habe und der Strafe, die Ecke zu fegen, nicht in angemessener Zeit nachgekommen sei.

Mit Beiträgen wie „Freude schöner Götterfunken“ und „At the Hop“ lockerte die Jazz-Combo der KGS die Redebeiträge auf. Der Chor Allegro steuerte ein Medley bei, unter anderem mit „Can’t buy me love“ von den Beatles.

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