„Café Kinderwagen“ richtet sich an frischgebackene Eltern

Isolation durch die neue Lebenssituation mit Kind

Netzwerkkoordinatorin Anke Brinkmann, Sozialpädagogin Claudia Blauth und Hebamme Melanie Thies (v.l.) freuen sich auf die Eröffnung des „Cafés Kinderwagen“ am kommenden Dienstag im Mehrgenerationenhaus. - Foto: Schritt

Brinkum - Von Sandra Bischoff. Frischgebackene Eltern aus der möglichen Isolation holen und ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern geben – das ist die Idee des „Cafés Kinderwagen“. Das kostenlose Angebot startet nächste Woche Dienstag im Mehrgenerationenhaus.

„Es ist ein präventiver Ansatz, um die neue Generation stark zu machen“, sagt Anke Brinkmann, Netzwerkkoordinatorin des Landkreises. Das „Café Kinderwagen“ ist eine Kooperation zwischen dem Netzwerk Frühe Hilfen des Landkreises Diepholz und der Gemeinde Stuhr. Der Kreis stattet den Raum mit Material wie zum Beispiel Spielzeug aus und stellt die Hebamme, die Gemeinde sorgt für den Raum und die Erzieherin.

Die Politik hatte die Einrichtung des Cafés im Herbst vergangenen Jahres beschlossen. „Wir haben das Konzept dann noch einmal aktualisiert und uns das Angebot in Harpstedt angeschaut“, sagt Hans Schüler, Netzwerkkoordinator für Stuhr. So sahen sich die Organisatoren erneut nach geeigneten Räumen um. „Eigentlich hatten wir an den Frauentreff ,Sie(h)da’ gedacht, aber weil er sich in der ersten Etage befindet, haben wir nach ebenerdigen Möglichkeiten gesucht.“ Diese fanden sich im Mehrgenerationenhaus an der Bremer Straße 9.

Jeden Dienstag von 9.30 bis 11 Uhr sind Mütter und Väter mit Kindern im ersten Lebensjahr eingeladen, sich auszutauschen, Kaffee zu trinken und sich von den Hebammen Melanie Thies und Friederike Kückelmann, die im Wechsel vor Ort sind, und der Sozialpädagogin Claudia Blauth beraten zu lassen. Es ist nach Bruchhausen-Vilsen und Sulingen das dritte Café im Kreis. „Die Angebote boomen geradezu“, sagt Hans Schüler. Das erste dieser Art gab es 2013 in Nordrhein-Westfalen.

Die Organisatoren legen Wert darauf, dass es sich dabei um ein niedrigschwelliges Angebot handelt. „Niemand muss sich an- oder abmelden, jeder ist willkommen, egal welcher Nationalität“, sagen Melanie Thies und Claudia Blauth. Das Café solle zu einem Treffpunkt werden. „Die Lebenssituation eines Paares oder einer Familie verändert sich sehr durch die Geburt eines Kindes, die Situation zu Hause ist dann oft isoliert“, sagt Thies. Zudem könnten sich die Eltern in lockerer Runde informieren. Es gibt auch die Möglichkeit, die Kinder zu wiegen“, sagt Thies.

Viele Eltern seien sehr besorgt, was die Entwicklung ihrer Babys angehe, und hätten Fragen zur richtigen Ernährung. Ziel ist es laut Brinkmann Unsicherheit zu vermeiden, Sicherheit zu fördern und die Mutter-Kind-Beziehung zu stärken.

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