Irmgard Mainusch tritt morgen ihren Ruhestand an / Elisabeth Heinisch übernimmt

Wechsel im Stuhrer Gemeindearchiv

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Irmgard Mainusch (r.) und ihre Nachfolgerin im Gemeindearchiv, Elisabeth Heinisch.

Stuhr - Den Schlüssel für das Gemeindearchiv im Stuhrer Rathaus übergibt Irmgard Mainusch heute an ihre Nachfolgerin Elisabeth Heinisch. 35 Jahre war Mainusch für das Archiv verantwortlich, morgen geht sie in den Ruhestand.

Es ist eine symbolische Schlüsselübergabe, denn Heinisch hatte auch vorher schon Zugang zu den Räumen. Schließlich haben die beiden 29 Jahre zusammengearbeitet, Heinisch unterstützte ihre Kollegin ehrenamtlich.

1979 suchte Irmgard Mainusch, die bis dahin als kaufmännische Angestellte in Bremen gearbeitet hatte, eine Halbtagsstelle und fand sie bei der Gemeinde Stuhr. Dort war sie anfangs für die Altregistratur zuständig, ohne zu ahnen, dass sich daraus mal eine Archivtätigkeit ergeben würde. Als es dann so weit war, musste sie sich in das umfangreiche Arbeitsfeld einarbeiten. Ein Fachlehrgang folgte dem anderen, Kurse im Staatsarchiv Hannover sowie ein Fotokurs bei der Volkshochschule gehörten ebenfalls dazu. Auf Kreisebene hatte sie einen besonderen Status: Sie war die erste hauptamtliche Archivpflegerin, alle anderen Archive wurden ehrenamtlich geführt, was zum größten Teil auch heute noch der Fall ist.

Sie sei froh über diesen Werdegang, betont Mainusch in der Rückschau. Die Geschichte ihrer Heimatgemeinde aufzuarbeiten und dabei unzählige Menschen und Organisationen kennenzulernen, hätten ihr große Freude bereitet. Eine Herausforderung sei es gewesen, Auskünfte an Studenten, Schüler, Pressevertreter, Heimatforscher und natürlich ihre Kollegen zu geben.

Ganz besonders ist ihr die arbeitsintensive Begleitung der Geschichtsgruppen in den verschiedenen Ortsteilen in guter Erinnerung. Dank der Mitarbeit Mainuschs entstanden mehrere Bildbände und „Themenbücher“ über die Ortsteile. Dafür haben ihr viele Bewohner ihre oftmals lange Jahre sorgsam gehüteten Schätze vertrauensvoll zur Verfügung gestellt, wohl wissend, dass sie im Archiv gut aufgehoben sind.

Mit ihrer Nachfolgerin Elisabeth Heinisch hat die Gemeinde einen Glücksgriff getan. Eine Einarbeitung ist praktisch nicht erforderlich, und Lehrgänge muss sie als ausgebildete Archivarin ohnehin nicht besuchen. Heinisch hatte schon einige Jahre im Uni-Archiv Gießen gearbeitet, bevor sie 1984 mit ihrem Ehemann nach Stuhr zog. Beide engagieren sich seit Jahren auch überörtlich bei Projekten des Kreisheimatbundes, Heinisch gehört seit einiger Zeit sogar dem erweiterten Vorstand an.

wm/ah

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