Die Irish Bastards bringen am 14. November Speed Folk von der grünen Insel nach Varrel / Die Pogues als Vorbilder

Schnell, laut, wild und virtuos

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Ihren Auftritt in Varrel bestreiten die Irish Bastards nicht als Quintett, sondern zusätzlich mit zwei Bläsern.

Varrel - Von Andreas Hapke. Probieren geht über studieren: Zum wiederholten Mal wagt Veranstalter Helmut Frank etwas Neues auf Gut Varrel. Nach „Musical meets Rock & Pop“ mit der Bremer Musical Company heißt es am Freitag, 14. November, Irish Speedfolk Rock mit den Irish Bastards. Die Hamburger Bandspielt ab 20 Uhr ihre neue „Unplugged-Show“.

Ihr Auftritt bildet gleichzeitig das Abschlusskonzert 2014 des Vereins „A Heart for Stuhr“, dessen Vorsitzender Frank ist. „Mal sehen, ob das Publikum eine solche Veranstaltung annimmt“, sagt er. Wie immer sind zwei Euro des Eintritts für den guten Zweck gedacht. Zu gleichen Teilen profitieren in diesem Jahr die Kunstschule Stuhr („KuSS“) und die Lernwerkstatt Büffelstübchen von dem Geld. Im Dezember wird laut Frank der gesamte Spendenbetrag feststehen.

– so beschreibt der studierte Akkordeonist Detlef Gödicke den Stil der Combo. Frank sagt, dass es von ihr „etwas auf die Mütze gibt. Ihre Musik funktioniert generationsübergreifend.“ Denn obwohl die Band den Weg der herkömmlichen irischen Folkmusik verlassen hat, kommt sie nicht ohne den einen oder anderen Klassiker von der grünen Insel aus. Laut Mitteilung zelebrieren die Bastards die irische Musik in der Tradition der Pogues, die den Speed Folk mit seinen pfeilschnellen Volkstänzen salonfähig gemacht haben. In deren Vorprogramm sind die Hamburger auch schon aufgetreten.

Die beiden Sänger Ralf Lübcke (Gitarre) und Jörg Nau (Schlagzeug), der die Pogues-Stücke schmettert, haben die Gruppe 1992 gegründet. Damals gehörte der „Mr. Accordioso“ genannte Gödicke allerdings noch nicht dazu. Irish Folk habe er „eigentlich immer als langweilig“ empfunden. Bis ihm der Mitschnitt eines Auftritts in der Großen Freiheit in Hamburg zum Üben in die Hände fiel. „Seitdem bin ich völlig infiziert.“ Oliver Giese (Bass) und der „kanadische Teufelsgeiger“ Ian Mardon komplettieren die Irish Bastards. Für ihre „Unplugged-Show“ tauscht Nau sein Schlagzeug gegen eine Cajon-Trommel, Lübcke die elektrische gegen eine akustische Gitarre. Um den Sound noch außergewöhnlicher zu gestalten, hat sich das Quintett zwei Bläser (Trompete und Posaune) mit ins Boot geholt. Damit sind die Hamburger nach eigener Auskunft die einzige Irish-Speed-Folk-Band in Europa mit einem Bläsersatz. Nicht zum ersten Mal erlebt das Gut Varrel also eine musikalische Premiere.

Wie es sich für einen irischen Abend gehört, gibt es Guinness vom Fass, eine Whiskey-Ecke und Stew, das traditionelle Eintopfgericht der irischen Küche.

Laut Gödicke sind die Bastards die einzige Gruppe, die es geschafft hat, dass es in der ausverkauften Großen Freiheit um Mitternacht kein Bier mehr gab. Helmut Frank dürfte also vorgewarnt sein. Gesucht ist ein Caterer, dem das nicht passiert.

Karten zum Preis von 20 Euro (ermäßigt 18 Euro) gibt es im Bürgerbüro des Rathauses und bei der Mediengruppe Kreiszeitung.

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