„The Henry Girls“ begeistern das Stuhrer Publikum

Ein irischer Frühlingswind weht durch das Rathaus

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Die drei Schwestern aus Irland hatten irischen Folk im Gepäck.

Stuhr - Von Angelika Kratz. „Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte“ – das viel zitierte Gedicht von Eduard Mörike erhielt am Donnerstagabend eine andere Farbschattierung. Grün wurde es im Rathaus mit den Henry Girls aus Irland. Die drei Schwestern sind zurzeit auf Deutschlandtournee und machten zum wiederholten Mal Station in Stuhr.

Sehr zur Freude der zahlreich erschienenen Zuhörer, die sich auch auf der Empore von der ersten Minute an mitziehen ließen wie es nicht passender hätte sein können zu einem irisch-norddeutschen Frühlingswind.

Mit „Guten Abend“ hatten Karen, Lorna und Joleen McLaughlin wenige, aber herzliche deutsche Begrüßungsworte mitgebracht. Alles andere vermittelte das Trio auf Englisch. In dem Song „Last Night“ nahmen die Frauen die irische Fangemeinde zum Auftakt mit auf eine Reise übers Meer und knüpften wunderschöne Fischernetze voller Geschichten. Die handelten, wen wundert es, von schwesterlichen Problemen, den Blick auf Entschleunigung und das damit verbundene Selbstbewusstsein.

Abwechslungsreich präsentierte sich das Programm der Henry Girls, die sich nach ihrem Großvater benannt haben. Aus dem nördlichsten Zipfel Irlands, aus Malin, dem County Donegal, stammen die drei Schwestern aus einer sehr musikalischen Familie. Sie erhielten früh Musikunterricht, und das mehrstimmige Singen gehörte im elterlichen Hause zur Tagesordnung.

Während Karen (Fiddle, Gesang) und Lorna (Gesang, Akkordeon) bereits in Australien erste Schritte ins musikalische Profi-Leben wagten, erlernte die jüngste Schwester Joleen die keltische Harfe. Offen für alle traditionellen Klänge der Heimat gab es zunehmenden Einfluss durch moderne Varianten des Irish Folk und der amerikanischen Folk- und Bluegrass-Richtungen. Die keltischen Wurzeln sind bei aller Mixtur dennoch überaus wichtig geblieben, und davon konnte sich das Publikum in Stuhr einmal wieder ein eigenes Bild machen.

„Wollt ihr singen?“, fragten die überaus sympathischen Henry Girls nicht umsonst. Das Publikum scharrte bereits mit den Füßen, schnippste mit den Fingern und sang textsicher mit. Es machte Spaß von der Bühne bis hin zur letzten Sitzreihe, und so blühten musikalisch viele Blumen. Wunderschön brachte sich die Harfe als Solo und Balsam für die Seele ein. Durchatmen und alle Alltagssorgen beiseite stellen, das gelang den Henry Girls aufs Beste.

„Sweet Dreams“, das Wiegenlied zum Abschluss, konnte somit kein Ende sein. Die Forderung nach Zugabe hatte Erfolg, und die drei Mädels griffen noch einmal zu Fiddle und Harfe und würdigten den Flügel des Rathauses.

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