Infoveranstaltung über Arbeitsplätze als Erzieher(in) und Sozialassistent(in)

„Wir sind im Wettbewerb um junge Menschen“

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Sprösslinge der Kita Jahnstraße: Wer sich die Arbeit mit Kindern in Stuhr vorstellen kann, sollte sich die Infoveranstaltung vormerken. Archivfoto: Kita

Stuhr - Von Andreas Hapke. Auf der Suche nach Arbeitskräften für ihre Kindertagesstätten (Kitas) geht die Gemeinde Stuhr erneut in die Offensive: Zum zweiten Mal lädt sie zu einer Informationsveranstaltung für Erzieherinnen und Sozialassistentinnen ein. Die Veranstaltung geht am Donnerstag, 10. März, von 17 bis 18.30 Uhr in der Kita Meyerstraße in Brinkum über die Bühne. Anmeldungen sind nicht notwendig.

„Wir haben immer Fluktuation“, begründet Detlev Gellert, Fachbereichsleiter Bildung, Soziales und Freizeit, diesen Schritt. „Kollegen verlassen uns aus den unterschiedlichsten Gründen. Deshalb gehen wir auch in diesem Jahr davon aus, dass wir neues Personal brauchen.“ Insgesamt sind mehr als 200 der rund 550 Verwaltungsmitarbeiter in den Kindertagesstätten tätig.

In Sigrid Weimer (Meyerstraße II), Sandra Scharf (Varrel), Ingrid Weihrauch (Seckenhausen) und Petra Riekers-Meier (Stuhr II) sind am kommenden Donnerstag gleich vier Kita-Leiterinnen zugegen, um die Interessierten mit Informationen zu versorgen. Laut Weimar stellen zudem Kolleginnen aus Krippen-, Halbtags-, Ganztags- und Integrationsgruppen sowie Springerkräfte ihren Arbeitsplatz vor. Sie begrüßt die Möglichkeit, dies persönlich zu tun. Dazu lädt die Gemeinde gleichermaßen Einsteiger wie erfahrene Kräfte mit dem Wunsch nach beruflicher Veränderung ein.

Mehr als 1000 Sprösslinge sind zum Kindergartenjahr 2016/2017 wieder für eine Betreuung in den Stuhrer Kitas angemeldet. Doch wie groß der Bedarf an neuen Arbeitskräften im Sommer sein wird, steht nach Auskunft Gellerts noch nicht fest. Grund: Der Prozess der Gruppenplanung sei noch nicht abgeschlossen. Zu unterschiedlich seien die Betreuungswünsche der Eltern. „Da kann es dauern, bis alle ihren Platz haben. Wir bemühen uns, allen Bedarfen gerecht zu werden.“

„Es gibt keinen personellen Notstand“, betont Bürgermeister Niels Thomsen. Vielmehr sei es Teil des Konzepts, die Arbeit der Erzieher nach außen darzustellen. Klar sei aber auch, dass sich Stuhr in Konkurrenz zu anderen Kommunen befinde. „Wir sind bemüht, uns auf dem Markt der immer weniger jungen Menschen als Wettbewerber zu präsentieren.“

Männer sind bei der Infoveranstaltung besonders gerne gesehen. Denn wenn Weimer betont, dass in der Ganztagsbetreuung ihrer Kita auch ein Mann arbeitet, kann es in den Einrichtungen der Kommune nicht allzu viele davon geben. Mehr als einer dürfte es allerdings sein, wie einer scherzhaften Aussage Thomsens zu entnehmen ist: „Der Mann, den wir beschäftigen, ist nicht alleine.“

Zur ersten Auflage der Veranstaltungen im vergangenen Jahr waren laut Weimer 20 bis 25 Interessierte gekommen. Sie und ihre Kolleginnen hätten sich eine größere Resonanz erhofft, doch auch so hätten einige wenige Besucher später einen Arbeitsplatz bei der Gemeinde angetreten. Für Weimer sind das Stellen mit einer „guten Perspektive. Damit motivieren wir jeden Mitarbeiter, der bei uns ein Praktikum absolviert“.

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