Bauzeit vom 4. Mai bis Mitte August

Baustelle Groß Mackenstedt: Geschäftsleute befürchten Einbußen

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Uwe Schindler, Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, erklärt die Planungen.

Gr. Mackenstedt - Von Andreas Hapke. Auf einer Länge von 1,6 Kilometern wird die Bundesstraße 322 ab Anfang Mai für dreieinhalb Monate zur Großbaustelle. Das bereitet nicht nur den Anliegern der Ortsdurchfahrt Groß Mackenstedt Bauchschmerzen, sondern auch jenen Gewerbetreibenden, deren Verkehr über die B322 in Richtung Autobahn abfließt. Ihre Sorgen und Nöte haben sie gestern in einer Informationsveranstaltung im Stuhrer Feuerwehrhaus vorgetragen.

Einen Schwerpunkt der Bauarbeiten bildet die Kreuzung B322/Harpstedter Straße. Sie soll entschärft werden, damit Autofahrer nicht mehr in hohem Tempo aus Richtung A1 nach rechts auf die Harpstedter Straße einbiegen können. Aus der trichterförmigen Einmündung wird eine T-Kreuzung. Auf diese Weise gelangen Radfahrer und Fußgänger schneller von der einen auf die andere Straßenseite. Zudem hat die Gemeinde für die Kreuzung eine Ampelanlage angeordnet. Zwei Querungshilfen in der Ortsdurchfahrt sollen für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Ausgangspunkt dieser Planungen war die Sanierung der Fahrbahndecke der B322 zwischen der Steller und der Heiligenroder Straße durch die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Nienburg. Deren Leiter Uwe Schindler stellte den Anliegern „ein Höchstmaß an Zuwegung“ während der Bauzeit vom 4. Mai bis voraussichtlich Mitte August in Aussicht. „Die Grundstückszufahrten bleiben frei.“ Der ortsunkundige und der Schwerlastverkehr hingegen müssten den Bereich weiträumig umfahren, da die B322 für die gesamte Dauer der Bauarbeiten voll gesperrt werde. Die Straße sei zu schmal, um die Baustelle halbseitig einzurichten. „Das hat auch den Vorteil, dass man in einem Rutsch arbeiten kann.“

Das Ganze soll in fünf Abschnitten passieren. Den größten Kummer bereitete den Gewerbetreibenden gestern die erste Bauphase, die von der Steller Straße bis kurz hinter die Kreuzung B322/Harpstedter Straße vorgesehen war. Grund: Der örtliche Verkehr kann dann von der Harpstedter Straße weder in Richtung Autobahn noch in Richtung Seckenhausen abfließen. „Von unserem Hof rollen täglich 20 bis 25 40-Tonner“, berichtete Jürgen Böker, Fuhrparkleiter der Spedition Klusmeyer an der Heiligenroder Straße.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Laster nicht durch Heiligenrode nach Seckenhausen rollen können, da die Gemeinde das aus Gründen des Gebäudeschutzes verboten hat.

Aus der Mitte der Besucher kam der Vorschlag, den ersten Bauabschnitt vor der Kreuzung enden zu lassen. So könne der Verkehr in dieser Phase noch von der Harpstedter Straße nach rechts auf die B322 abfließen. Darauf ließ sich Bauleiter Bodo Eberhard ein.

Wenn im zweiten, kniffeligsten und knapp drei Wochen dauernden Abschnitt der Ausbau dieses Knotenpunkts ansteht, will Eberhard „sobald wie möglich eine provisorische Befestigung“ herstellen. Die Autofahrer könnten auf einer Schotterschicht von der Harpstedter Straße in Richtung A1 abbiegen.

Eine komplette Sperrung der Kreuzung zum Auftragen der neuen Fahrbahndecke sei jedoch unvermeidlich.

Für die Ortsdurchfahrt Heiligenrode stellte Rathausmitarbeiterin Michaela Schierenbeck den Gewerbetreibenden Ausnahmegenehmigungen für die Zeit der Bauarbeiten in Aussicht.

Schindler bot den Betrieben zudem an, die Zulieferverkehre nach rechtzeitiger Anfrage beim Bauleiter durch die Baustelle fahren zu lassen. „Wenn das nicht zu kurzfristig passiert, können wir uns darauf einstellen“, sagte Eberhard.

Aus einem anderen Grund befürchtete Imbissbetreiber Klaus Brandenburg einen massiven Einbruch seines Geschäfts: „Was, wenn Autofahrer aus Richtung Seckenhausen wegen der Querungshilfe nicht mehr nach links auf den Parkplatz meines Imbisses abbiegen können?“, fragte er. Das kläre Schindler noch auf, warf Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier ein. Im Hinblick auf weitere Bedenken sagte er: „Bevor Sie einen Hals haben und böse sind, rufen Sie an.“

Die Umleitung führt aus Richtung A1 über die Moordeicher und die Stuhrer Landstraße, Stuhrbaum, die Carl-Zeiss-Straße, B6 und B51. Aus Richtung Fahrenhorst nehmen die Autofahrer statt der Harpstedter Straße die B51 und fahren in Brinkum auf die A1.

Laut Jana Winkler von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr kostet das Projekt 920000 Euro, Kostenträger ist der Bund.

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