Informationsabend im Stuhrer Rathaus am 28. Mai um 18 Uhr

Patenvermittler suchen weitere Mitstreiter

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Schmieden an einem Bündnis, das sich um Flüchtlinge kümmert: Joachim Busse (l.) und Arndt Sobirey.

Stuhr - Von Sigi Schritt. Das Schicksal der Flüchtlinge lässt viele Menschen in Stuhr nicht kalt. Davon gehen Arndt Sobirey und Joachim Busse aus, die bereits als Flüchtlingspaten fungieren.Sie haben die Gruppe „Patenvermittler Stuhr“ gegründet und suchen weitere Mitstreiter. Busse und Sobirey laden zu einem Infoabend für Donnerstag, 28. Mai, ins Rathaus ein.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Treffpunkt ist im Raum 145/146. Die beiden Initiatoren gehen davon aus, dass es noch sehr viel mehr Bürger wie sie gibt, die Flüchtlinge unterstützen möchten. „Viele von uns hatten nach dem Krieg selbst eine Flüchtlingsgeschichte und wissen, was es bedeutet, die Heimat zu verlieren“, sagt Busse. Er hatte im Fernsehen schreckliche Bilder gesehen, die in ihm ein flaues Gefühl im Bauch ausgelöst hätten. Daraufhin ist er ehrenamtlicher Pate geworden, berichtet er. „Es kostet nichts und gibt ein gutes Gefühl zurück.“

„Zurzeit befinden sich in Stuhr etwa 150 Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern. Darunter sind Familien und Einzelpersonen, von denen viele gerne und dankbar die Hilfe von ehrenamtlichen Paten annehmen möchten“, berichtet Busse. Er glaubt, dass sich in den nächsten Monaten und Jahren die Zahl der Flüchtlinge verdoppeln wird. Deshalb suche das Team weitere Unterstützung.

Für die beiden sei es wichtig, dass die Menschen aus den fernen Ländern „möglichst ganz schnell den Anschluss an unsere Gesellschaft finden. Sprache, Kultur und auch unsere eigene Geschichte können wir Bürgern am besten selbst vermitteln.“

„Jeder kann entscheiden, wo die Schwerpunkte der Hilfe liegen“, so Sobirey. Das erstrecke sich von Themen wie Freizeit bis hin zu Hilfe bei Behörden. „Das ist auch eine Sache, die man zwischendurch machen kann.“

Joachim Busse kümmert sich um einen Syrer. „Ich habe Interesse Arabisch zu sprechen, er möchte Deutsch lernen. Und nebenbei habe ich ihm Bremen gezeigt und auch die Gegend, in der ich groß geworden bin.“ Der Syrer sei überrascht gewesen, dass nach dem Zweiten Weltkrieg dort „alles platt gewesen war“.

Arndt Sobirey begleitet eine syrische Familie. „Wir waren mal im Zoo, am Osterfeuer. Wir lösen gemeinsam auch Probleme des Alltags, etwa Arzttermine zu vereinbaren.“

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