„Dealer für legales Cannabis“

Brinkumer organisiert Hanf-Stammtisch

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Die große Frage ist stets: Enthält die Pflanze die psychoaktive Substanz THC oder nicht? Denn das trennt die legalen von den illegalen Hanf-Produkten.

Stuhr - Hanf ist die älteste Medizin, ein 6000 Jahre altes Heilmittel – und es ist an der Zeit, dass es den Menschen wieder zur Verfügung gestellt wird, findet Marc Huntemann. Der Stuhrer ist im Vertrieb für Kannaway tätig, eine Tochtergesellschaft von der Medical Marijuana Inc., Marktführer in der Herstellung von Produkten auf Hanf-Basis. Huntemann organisiert jetzt gemeinsam mit Kollegen einen Hanf-Stammtisch – auch in Brinkum.

„Wenn meine Freunde mich fragen, was ich beruflich mache, sage ich, ich bin Dealer für legales Cannabis“, beschreibt Huntemann seinen Job. Er ist überzeugt von der Heilkraft Marihuanas. Allerdings, das betont er mit Nachdruck, enthalten die Produkten, die er vertreibt, kein THC (Tetrahydrocannabinol, die psychoaktive Substanz). Deshalb sei es auch legal in Deutschland. „Die Produkte sind in etwa so gefährlich wie eine Gurke.“ Sowohl Einjährige als auch 99-Jährige könnten sie anwenden.

Es handelt sich auch nicht um medizinisches Cannabis, das auch THC enthält. Die Erzeugnisse wirkten dennoch. „Sie beruhigen, helfen gegen Schlafprobleme und Schmerzen“, ist Huntemann überzeugt. Speiseöl, Salben oder Aromatische Flüssigkeiten – alles enthält das sogenannte CBD (Cannabidiol). 

Dieses wird aus der weiblichen Hanfpflanze generiert und hat im Gegensatz zum THC keine, oder kaum eine psychoaktive Wirkung. Häufig wenden Patienten mit Epilepsie, Multipler Sklerose oder chronischen Darmerkrankungen die Produkte mit diesem Wirkstoff an.

Huntemann tritt für ein heilendes Naturprodukt ein, sagt er

Obwohl die Produkte nichts mit denen zu tun haben, die geraucht oder ob der berauschenden Wirkung genutzt werden, weiß Huntemann, dass Cannabis vielen Menschen helfe. Deshalb sei der Kampf für die Legalisierung und ein realistisches Bild der Pflanze wichtig. Hin zu dem, was es ist: Ein Naturprodukt, was bei richtiger Anwendung heilen könne.

Pharmakonzerne sieht er kritisch. „In der Pharmaindustrie ist jeder gesunde Patient ein verlorener Kunde“, ist sich Huntemann sicher. Da hieße es immer gleich drei Tabletten und zwei gegen die Nebenwirkungen.

Der Stammtisch, zu dem alle Bürger eingeladen sind, sich über die Wirkung und Anwendung Marihuanas zu informieren – es geht ausdrücklich nicht um THC – geht am Donnerstag, 9. August, im Restaurant Alexis Zorbas in Weyhe über die Bühne. Infos erteilen Marc Huntemann unter Telefon 0170/91 52 81 oder Silke Wismann unter 0173/660 20 88. Eine Anmeldung ist erwünscht.

sil

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