Horst-Dieter Hoyer schreibt mit Anneliese Kiehne-Tecklenburg Lied um

„Schoolmeester“ geht unter die Songschreiber

Mit Hilfe von Anneliese Kiehne-Tecklenburg hat Horst-Dieter Hoyer aus Varrel ein Lied ins Plattdeutsche übersetzt.
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Mit Hilfe von Anneliese Kiehne-Tecklenburg hat Horst-Dieter Hoyer aus Varrel ein Lied ins Plattdeutsche übersetzt.

Varrel - Von Angelika Kratz. Einen nachhaltigen Eindruck hat eine TV-Show bei Horst-Dieter Hoyer hinterlassen. „Ich sing deinen Song“ lautete deren Titel und besonders Andrea Gabaliers Lied „Amoi seg‘ ma uns wieder“ als Interpretation von Xavier Naidoo ging dem Varreler unter die Haut.

„Das müsste man auf plattdeutsch umschreiben“, schoss ihm die Idee durch den Kopf. Aber das war nicht so einfach.

Nach seinem Ausstieg aus dem Berufsleben als selbstständiger Fleischermeister hatte sich Hoyer auf Anraten seiner Ehefrau Sigrid ein Hobby gesucht. Die plattdeutsche Sprache hatte es ihm stets angetan, denn sein Lehrmeister war ein begeisterter Plattschnacker und steckte auch den jungen Horst-Dieter an. Hoyer wurde im Jahr 2012 Schoolmeester, „das Wort Dozent mag ich nicht“, bei der Volkshochschule (VHS). Seine Plattdeutschkurse sind die einzigen im Landkreis Diepholz.

Sein großes Vorbild war und ist noch immer Anneliese Kiehne-Tecklenburg, die viele Jahre auf dem Gut Varrel für die VHS plattdeutsch unterrichtete, Lesungen in der ganzen Region hielt und vor kurzem zum Varreler Markt noch mit ihrem Singkreis aus Oberneuland auftrat.

Nachdem die ersten Versuche einer Umtextung von Gabaliers Lied gehörig fehlgeschlagen waren, griff Hoyer zum Telefon und bat Anneliese Kiehne-Tecklenburg um Hilfe. Die 88-Jährige sagte sofort zu, und nach 14 Tagen war das Lied fertig.

Mit Hilfe eines alten Kassettenrekorders und findiger Ideen gelang es der gebürtigen Barrierin die Technik auch ohne Tonstudio zu überlisten. Aus dem „Amoi seg‘ ma uns wieder“ wurde „Eenmol seht wi us wedder“. Mit Hilfe des pensionierten Lehrers Horst Drewes gab es den letzten Feinschliff und eine selbst geschriebene Notenversion. Alles für den eigenen Kreis zum Singen oder Vortragen, wie Hoyer betont. Für seine Kurse hält er stets kleine Überraschungen parat und vielleicht wird auch dieses Lied einmal gesungen.

„Lebendigkeit des Plattdeutschen beweisen“

„Ich wollte einen Bogen zwischen heutigem Liedgut und dem Plattdeutschen spannen“, sagt der Varreler, der von Anfang von seiner Idee überzeugt war, mit der Übersetzung gleichzeitig die großen Lebendigkeit der alten Sprache zu beweisen.

Der nächste plattdeutsche Kurs der VHS mit Horst-Dieter Hoyer findet ab dem 22. September von 18 bis 19.30 Uhr auf dem Gut Varrel statt. Plätze sind noch frei.

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