Sanierung des Bahnübergangs

Holzschwellen verrottet, Schienenprofil brüchig

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Arbeiter verlegen sogenannte Gleistragplatten am Bahnübergang Harpstedter Straße. Die Schienen werden in die Ausfräsungen eingelassen. 

Heiligenrode - Von Andreas Hapke. Umfangreiche Reparaturen lässt die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn (DHE) zurzeit am Bahnübergang der Harpstedter Straße in Heiligenrode erledigen. Dafür ist die Straße voraussichtlich noch bis zum kommenden Samstag, 7. Juli, 17 Uhr, zwischen den beiden Einmündungen der Straße Zur Malsch gesperrt.

Nach Auskunft des örtlichen Betriebsleiters Wolfgang Flessing waren zum einen die Holzschwellen im Bereich des Übergangs verrottet, so dass der Zusammenhalt der Schwellen und Schienen nicht mehr gegeben war. Zum anderen wies das Profil der alten Schienen Brüche auf. „Nicht so massiv, dass zehn Zentimeter Luft gewesen wären“, sagt Flessing. „Das war eher ein Zentimeter, so dass die Gleise noch durch den Asphalt der Fahrbahn stabilisiert wurden.“

Trotzdem war es höchste Eisenbahn für neue Schienen, die künftig in sogenannten Gleistragplatten liegen werden. Laut Projektleiter Jürgen Tober von der Oldenburger Gleisbaufirma Stefen sind neun dieser Platten notwendig, jede einzelne ist 2,60 Meter lang und wiegt rund vier Tonnen. Bei der Sanierung kooperieren die Oldenburger mit der Firma Steinbrecher aus Wittmund. Nachdem die Schienen in den Platten liegen, muss noch die Schwarzdecke der Fahrbahn angepasst werden.

Laut Flessing erfolgt die Gleiserneuerung am Bahnübergang auf einer Länge von insgesamt 31 Metern. Wie viel Geld die DHE dafür in die Hand nehmen muss, möchte Flessing nicht verraten. Nur so viel: Der Eigenanteil liege bei zehn Prozent. 50 Prozent der Kosten übernehme der Bund, 40 Prozent das Land.

Erst gestern hat die DHE ihre Arbeiten am Bahnhof in Harpstedt beendet. Laut Flessing wurden unter anderem vier Gleise und zwei Weichen erneuert, davon ein Gleis komplett mit Schienen. Damit stehen 2018 „nur“ noch zwei kleinere Bahnübergänge vor Delmenhorst auf dem Programm. „Das sind Feld- und Wirtschaftswege“, sagt Flessing. „Davon ist kein großer Verkehr betroffen.“

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