Polizei geht von Vandalismus-Achse aus

Unbekannte zerstören Haltestellen

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Auch an der Bushaltestelle Jupiterstraße haben die Täter das Glas zerstört.

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Insgesamt 16 Fälle von Vandalismus an Bushaltestellen hat die Gemeinde Stuhr allein in diesem Jahr gezählt. „Wir haben mehrfach Strafanzeige gestellt, das sind keine Kavaliersdelikte, sondern schwere Sachschäden“, sagt Hartmut Martens, Fachbereichsleiter Verkehr, Ordnung und Soziales.

Seit Januar bis jetzt sind laut Martens Schäden in Höhe von rund 20000 Euro entstanden. Anfang des Jahres hatten laut Martens Unbekannte die Scheiben an drei Haltestellen zerstört. Eine zweite Serie zog sich von Ende April bis Mitte Juni. In diesem Zeitraum gingen 46 Glasscheiben in fünf Ortsteilen zu Bruch. „Am stärksten ist Varrel betroffen“, sagt Martens.

Die Polizei geht von einer Vandalismus-Achse aus, die vom Nienburger Raum über Syke, Weyhe und Stuhr bis nach Delmenhorst und Ganderkesee führt. „In diesen Kommunen haben wir im vergangenen Jahr 53 solcher Delikte gezählt“, erklärt Johann-Dieter Oldenburg, Leiter des Weyher Polizeikommissariats, der die Taten als „Entglasungen“ bezeichnet. In Weyhe habe es sieben Vorfälle gegeben.

Wie die Zerstörungen ablaufen, darüber kann Oldenburg nur spekulieren. „Wir gehen davon aus, dass es sich um eine kleine Gruppe von Tätern handelt, die in einem Wagen unterwegs sind.“

Die Randalierer nehmen sich hauptsächlich Haltestellen an Hauptstraßen vor und sind zumeist an den Wochenende unterwegs. Vor allem an der Varreler Landstraße und an der Delmenhorster Straße hätten die Täter ihrer Zerstörungswut freien Lauf gelassen. „Die Aktionen gehen immer sehr schnell, aber es wundert mich, dass niemand etwas hört, denn das macht doch einen riesigen Krach“, so Oldenburg. Er bittet die Anwohner aufmerksam zu sein und sofort die Polizei unter Telefon 0421/80660 zu informieren, wenn sie auffällige Geräusche hören.

„Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren die Aufenthaltsqualität durch transparente Fahrgastunterstände erheblich verbessert. Daher ist es besonders ärgerlich, wenn die Kommune einen fünfstelligen Betrag aus Steuermitteln aufwenden muss, um die Schäden an den Haltestellen zu beheben“, sagt Martens. Nach den Sommerferien sollen die kaputten Scheiben ersetzt werden.

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