Hochschulabsolvent leitet Concert-Chorgemeinschaft Stuhr / Auch in Riede aktiv

Max Börner übernimmt Chöre „im Doppelpack“

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Max Börner, Chorleiter der Concert-Chorgemeinschaft, im Kreise der Stuhrer Gesangsgruppe.

Stuhr - Von Rainer Jysch. „Wir singen überwiegend ein weltliches Programm und das, was unser Publikum von uns erwartet“, bringt Max Börner, Leiter der Concert-Chorgemeinschaft (CCG) Stuhr, das Repertoire des Ensembles auf den Punkt. Seine sonore Stimme verrät die geschulte Baritonstimmlage. Seit September vergangenen Jahres leitet der 28-Jährige den 40-köpfigen Chor. Die Mitglieder, allesamt der Generation „50 Plus“ zugehörig, freuen sich, einen so engagierten, jungen musikalischen Leiter gefunden zu haben.

Börner stammt aus Dresden. In den Norden führte ihn 2006 seine Ausbildung an der Hochschule für Künste (HfK) in Bremen im Studiengang Gesang mit Schwerpunkt Oper. Am schwarzen Brett der HfK hatte er ganz zufällig den Hinweis von Marina Szudra entdeckt, die ihre Leitertätigkeit für die CCG und den Rieder Chor „Nachklang“ abgeben wollte. Börner griff zu und übernahm die beiden Stellen „im Doppelpack“. Es sei ein perfektes Timing für ihn gewesen.

Börner selbst singt seit seinem achten Lebensjahr. „Die Vorbereitungsklasse für den Dresdner Kreuzchor ging für mich 1995 los“, berichtet er über den Beginn seiner Gesangsausbildung bei einem der ältesten Knabenchöre Europas. Beim Abi-Abschluss war er Mitglied der Jahrgangs-Gruppe „Chorus Cantium Cularum“ („Chor der kleinen Liedchen“). Als aktiver Kreuzchor-Sänger zählte er zu den Gründungsmitgliedern der Dresdner A-cappella-Vokalgruppe „VIP“. Noch heute ist die Stimme des ehemaligen „Kruzianers“ bei gelegentlichen Gastauftritten der VIPs gefragt. „Professionell bin ich seit meinem Abschluss in Bremen vor drei Jahren als freischaffender Sänger auf dem Markt“, erzählt Börner.

Auf eine Chorleiterausbildung kann er nicht verweisen. Mit seiner langjährigen Gesangspraxis jedoch macht er das mehr als wett. Gerade habe er wieder eine Vokalgruppe in Gründung, sagt der in der A-cappella-Szene sehr aktive Sänger.

„Ich möchte das Ensemble und sein Repertoire nicht neu erfinden“, setzt Börner auf Kontinuität bei der CCG. „Das Publikum möchte vom Chor unterhalten werden und keine Bach-Kantaten mit vielen solistischen Arien hören“, weiß Börner aus den Erfahrungen seiner Vorgängerinnen. „Wir wollen in Zukunft jedoch etwas polyphoner singen“, sagt er. „Das ist kein reiner Harmoniegesang wie bei einem Choral, sondern die Sänger singen mit unterschiedlichen Rhythmen und Gesangseinsätzen.“ Das sei für die Mitglieder etwas anspruchsvoller.

Für das Sommerkonzert am 2. August plant er einen romantischen Block. „Da kann der Chor zeigen, was er musikalisch drauf hat“, freut sich der Leiter auf den nächsten Auftritt. „Bisher gab es bei den Konzerten viele Volksliedsätze. Ich habe da jetzt einen Dvorák mit hineingenommen. Dazu kommt mit frechen Schlagern der 1920er- und 1930er-Jahre noch etwas leichte Kost“, kündigt der Dresdner an. Auf jeden Fall können sich die Zuhörer in der Varreler Gutsscheune auf ein sehr unterhaltsames Programm der CCG freuen, zu dem auch Chorleiter Max Börner als Bariton mit einer kleinen Gesangseinlage beitragen wird.

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