Hobbyausstellung in Moordeich: Ein Drittel der Aussteller fehlt

Grippe setzt Künstler außer Gefecht

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Magdalene Hammann aus Twistringen präsentiert ihre Tonarbeiten.

Moordeich - Grippe-Alarm im Vorfeld des Frühlingsmarkts der Hobbykünstler im A1-Hotel: Fast ein Drittel der Aussteller mussten am Wochenende das Bett hüten, was den Organisatorinnen Marlies Duhr und Kirsten Brandt gewaltige Magenschmerzen bereitete: „So schnell konnten wir keinen Ersatz bekommen“, sagte Duhr. Dennoch kam das Angebot an den verbliebenen elf Ständen abwechslungsreich daher. Bei herrlichem Sonnenschein hatten die vielen Besucher gute Laune sowie Zeit zum Schauen, Kaufen und für Gespräche mitgebracht.

„Ei, Ei, Ei“ hieß es bei Marlies Duhr mit mehr als 50 bemalten Gänse- und Hühnereiern, denen sie mit einer echten Feder ein schickes Perlhuhn-Design verlieh. Selbst aus simplen Eierkartons kreiert sie Hingucker für den Ostertisch.

Mit einer neuen Idee präsentierte sich diesmal Hartmut Meier aus Bremen: Bei ihm sind jetzt Taschen aus recycelten Jeans angesagt. „Ich konnte bislang nicht nähen, aber dank Internet geht das mit ausführlicher Anleitung.“ Das mochte man dem neuen Designer gerne glauben. Seine Taschen mit perfekt eingesetzten Reißverschlüssen und Mustern aus unterschiedlichen Jeanstönen muteten schon professionell an. Aus den übrig gebliebenen Hosentaschen zauberte er an der Nähmaschine Utensilos für die Wand.

Ganz neu im Hobbygewerbe sind die Freundinnen Elif Yazici und Züleyha Baris aus Bremen. Aus dem Rohstoff Seife gestalten die jungen Frauen herrlich duftende Blumengestecke und liebevoll verpackte Präsente für den ganz kleinen Geldbeutel. Elif Yazici möchte als frisch gebackene Mama ihre berufslose Zeit mit kreativen Ideen ausfüllen. In kurzer Zeit haben die beiden eine kleine Werbemappe mit allen Produkten zusammengestellt.

Es machte Freude, von Stand zu Stand zu gehen und zum Beispiel am Honig und den Kerzen von Imker Harald Hesse zu schnuppern. Einmal mehr war auch Irene Häseker mit wunderbaren Schmuckstücken aus alten Bestecken dabei. Nicht fehlen durfte Holzkünstler Jay Hosenfeldt mit seinen neuesten Kreationen. Demselben Material haben sich Gerda und Heinz-Hermann Uelzen seit vielen Jahren verschrieben. Während Hosenfeldt eher die Kettensäge anschmeißt, dient dem Ehepaar aus Verden-Walle die Dekupiersäge als Instrument. „Er sägt, ich male“ lautet die Aufteilung.

Trotz der grippebedingten Ausfälle brachten die Aussteller viele frischen Ideen mit und belegte wieder die Kreativität quer durch alle Generationen.

ak

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