Hobby-Kunsthandwerker bei Meyerhof Heiligenrode / 26 Aussteller mit dabei

Harter Enkel-Test fürs Holzspielzeug

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„Made in China“ war bei der Hobby-Ausstellung in Heiligenrode ein großes Fremdwort für die 26 Aussteller.

Heiligenrode - Von Angelika Kratz. Puppenhäuser, Seife, Schmuck und andere hübsche Dinge waren am Sonntag beim Kunsthandwerkermarkt im Heiligenroder Restaurant „Meyerhof“ zu bewundern. Sehr zur Freude der Organisatorinnen Heike Hollwedel und Gisela Engl war ihre erste gemeinsame Veranstaltung ein Erfolg.

Seit Jahren sind die beiden Hobbyhandwerkerinnen auf unterschiedlichen Märkten vertreten. Gisela Engl aus Weyhe ist im Häkel-Patchwork versiert. Die Delmenhorsterin Heike Hollwedel fertigt Schmuck aus winzigen Perlen und Leuchtobjekte an. „Wir haben über die Jahre eine reiche Auswahl an Visitenkarten gesammelt“, sagten sie mit Blick auf die 26 Hobbykünstler, die in Heiligenrode mit dabei waren. Gisela Engls Mann Bernd schleppte als „Fachmann für alle Dienste“ Tische, war für die Werbung zuständig und rührte zudem die Werbetrommel für das Kinderhospiz Löwenherz.

Keines der Arbeiten bekommt man in einem Laden – auch nicht die hölzernen Bauernhöfe von Helmut Helmis. Der ehemalige Weyher Schlosser hat sich dank der konstruktiven Kritik seiner Enkelkinder zu einem nahezu perfekten Modellbauer für Bauernhöfe und Puppenhäuser entwickelt. „Jedes Teil geht bei uns im Haus erst einmal durch Kinderhände“, erzählte er. Wie gnadenlos die jungen Tester sein können, hat Helmis längst verinnerlicht.

Nahezu unverwüstbar sind die Peddigrohr-Arbeiten von Friedrich Schopp aus Ganderkesee. Die Werke bestechen durch nostalgischen Charme, zudem sei der Lack lebensmitteltauglich, beteuerte der Korbflechter.

Seine Ehefrau Anne näht „Omas Roggensack“. Der darf zum Wärmen oder als Massagekissen auch mit Raps oder Kirschkernen gefüllt werden. Für die skandinavischen Kreuzstiche von Christel Kuder aus Stuhr sind Geduld und ein scharfes Auge gefragt. Auch sie freut sich über ein fachkundiges Publikum.

Geduld und Können bedurfte es auch, um die „Tortenstücke“ von Bärbel Huber herzustellen. Ihre Seifen sind handgesiedet und verlockten schon nach kurzem Schnuppern durch das Zellophanpapier zum Kauf.

Das Sortiment der Aussteller war bereits auf Weihnachten ausgerichtet: Fensterschmuck prangte neben beleuchteten 3-D-Bildern, bunter Porzellanmalerei oder Geschenkesäckchen zum Selbstbefüllen.

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