„Heute staubt es wenigstens nicht“

Straßen-Flohmarkt-Premiere im Regen in Seckenhausen

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Levi, Elena und Nevio (v.l.) überzeugen ihren Papa Marven Kalani davon, dass sich ihr Rundgang über den Nachbarschaftsflohmarkt in der Straße „Am Habenhauser Moor“ gelohnt hat.

Seckenhausen - Von Heiner Büntemeyer. Die Nachbarn der Straße „Am Habenhauser Moor“ fühlten sich am Samstag beim ersten gemeinsamen Straßenflohmarkt vom Wetter im Stich gelassen. Dabei hatten sie sich so auf diese Veranstaltung gefreut. Gemeinsam mit der Initiatorin Melanie Kudling hatten sie einige Abende an der Organisation gebastelt und sogar ein kleines Rahmenprogramm vorbereitet.

Schließlich waren es 37 Flohmarktstände mit Klamotten, Spielzeug und Trödel, die entlang der für den Autoverkehr abgesperrten Straße aufgebaut waren – ehe der Regen einsetzte.

Einige Anlieger hatten sich „zweigleisig“ auf den Markt vorbereitet. Sie hatten einerseits vor dem Haus einen Stand eingerichtet, andererseits auch die Garage geöffnet, wo sie alles anboten, was gegen Feuchtigkeit empfindlich war. Und das war eine ganze Menge. Vor allem Kinderbekleidung, aber auch Bücher, Kuscheltiere und Holzartikel warteten dort auf Käufer. Andere Anbieter deckten ihre Artikel mit Klarsichtfolie und Regenplanen ab oder ließen Fahrräder, Glas- und Porzellanwaren sowie andere unempfindliche Schnäppchen einfach nassregnen.

Am meisten freuten sich die Aussteller darüber, dass trotz des Regens viele Besucher kamen und in den Auslagen stöberten, bis sie fündig wurden. „EC-Karte läuft hier wohl eher nicht“, mutmaßte ein Käufer, der an einem Treppen-Absperrgitter interessiert war und seine Begleitung um einen kleinen Zuschuss anpumpen musste. Im strömenden Regen wechselte sogar die Sonnenliege für zehn Euro den Besitzer.

Monika Mikutis aus Lahausen freute sich über Glasbecher mit dem eingeritzten Holstentor, die sie „für kleines Geld“ erworben hatte. Sogar die Weihnachtsbaumbeleuchtung fand schon einen neuen Besitzer.

Zwar packten einige externe Aussteller nach einer Weile entnervt ihre Auslagen wieder in die Autos, aber den meisten machte der erste gemeinsame Flohmarkt Spaß. „Heute staubt es wenigstens nicht“, strahlte Anbieter Heinrich Dierks eine unverwüstliche Lockerheit aus.

Fest steht bereits, dass der erste nicht der letzte Straßenflohmarkt „Am Habenhauser Moor“ war. Voraussichtlich noch vor den Sommerferien 2018 wollen die Anwohner einen neuen Versuch unternehmen, schließlich geht es dabei nicht allein um Rieseneinnahmen.

„Mindestens ebenso wichtig ist dabei die Pflege der Nachbarschaft und das Kennenlernen unserer neuen Nachbarn“, erklärte Melanie Kudling, die sich bei allen bedankte, die sich an der Organisation beteiligt hatten.

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