Herbstkonzert zum Jubiläum

„Eine BriSe Blech“ lockt zahlreiche Zuschauer in die Kirche

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Der Posaunenchor „Eine BriSe Blech“ stimmt das Publikum in der Brinkumer Kirche auf den Reformationstag ein.

Brinkum - Von Angelika Kratz. Zu seinem Herbstkonzert hatte sich der Posaunenchor „Eine BriSe Blech“ jetzt wie immer bei größeren Auftritten Verstärkung von befreundeten Chören aus der Umgebung geholt. Mit dabei waren in der evangelischen Kirche Brinkum Musiker der Posaunenchöre Heiligenrode und Kirchweyhe sowie der Schlagzeuger Peer Hansemann.

Im Altarraum brannten die Kerzen, und im feinen dunklen Zwirn des Posaunenchores bot sich schon optisch ein Augenschmaus. Der sollte in den kommenden eineinhalb Stunden auch zu einem Genuss für die Ohren der erfreulich vielen Besucher am letzten Sonntag im Oktober werden.

Pastor Detlef Korsen begrüßte alle mit einem Blick auf den kommenden Reformationstag und der lieb gewonnenen Tradition, diesen vorab mit einem Konzert des Posaunenchores aus Brinkum-Seckenhausen zu begehen. „Ein feste Burg ist unser Gott“ spannte gleich zum Anfang den Bogen zu Martin Luther und der deutschlandweit zelebrierten 500-jährigen Wiederkehr seiner Veröffentlichung der 95 Thesen in Wittenberg. In einer Version von Telemann, dem aktuell zum 250. Todestag gedacht wird, erklang Luthers wohl bekanntester Choral. Robert van Behringens „Handelian Song“ war als nächstes zu hören, und wie immer dirigierte Michael Schmidt seine Musikerinnen und Musiker mit der linken Hand, während er mit der rechten Trompete spielte. Eine beachtliche Leistung hinsichtlich der Konzentration, die immer wieder Bewunderung im Publikum hervorruft. Mit der „Fanfare Esprit“ ging es in den „Heaven“ und weiter Richtung wildem Westen in „Oregon“.

Peer Hansemann verlieh dem Sound der Blechbläser mit seinem Schlagzeug die richtige Würze, und Michael Schmidt stellte ihn als neues Gesicht des Ensembles vor. Mit „Best Memories“ (Dieter Wendel) ging es im Programm zu zeitgenössischen Komponisten. Ein wenig Swing von Traugott Fünfgeld und seinem „There‘s a meeting here tonight“ tat der „BriSe Blech“ überaus gut und wurde mit entsprechendem Applaus bedacht. Auf der musikalischen Reise durch die Jahrhunderte fehlte natürlich nicht das peppige Genre mit „Hallelujah Drive“, „Deep River“ und einem Medley aus „Jesus Christ Superstar“. Das sei ganz schön schwierig gewesen, verriet Michael Schmidt, aber die Mühe lohnte sich.

„Möge die Straße uns zusammenführen“ bildete mit „Bleib bei mir, Herr“ einen gelungenen Abschluss eines Konzerts, das nicht ohne Zugabe endete.

„Can‘t help falling in love“, der Song, den Elvis Presley einst bekannt gemacht hat, war schließlich das Finale eines gelungenen Bläsernachmittags kurz vor dem Reformationstag.

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