Heimatverein Heiligenrode will Japanischen Staudenknöterich entlang des Klosterbachs vertreiben

Mit Spitzhacke und Spaten gegen unliebsame Pflanze

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Die Mitglieder des Heimatvereins packen tatkräftig an, um eine schnellwüchsige Pflanze, die alle anderen verdrängt, zu entfernen.

Heiligenrode - Von Heiner Büntemeyer. Der schnellwüchsige Japanische Staudenknöterich hat sich entlang des Klosterbaches an einigen Stellen sehr breit gemacht. Diese robuste Pflanze, die bis zu drei Meter hoch wird, hat die üble Gewohnheit, alle anderen Pflanzen zu verdrängen.

Der Heimatverein Heiligenrode hat sich am Wochenende dieses Problems tatkräftig angenommen. Die Vorsitzende Viola Dahnken hatte sich beim Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Oldenburg um Informationen zur Bekämpfung dieser Pflanze bemüht. Da sich der Japanische Staudenknöterich nicht nur über Samen, sondern auch über sogenannte Rhizome vermehrt, reicht es nicht, die Pflanze oberirdisch zu bekämpfen, sie abzumähen oder sie zu schneiden: Sie muss ausgegraben werden.

Daher hatte der Heimatverein mit seinem „Trupp“, der sich an jedem ersten Sonnabend im Monat trifft, zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen, an dem sich auch Anlieger beteiligten. Mit Spaten, Grabgabeln, sogar mit einer Spitzhacke rückten sie den Gewächsen an die Wurzeln. Die Erde wurde aufgelockert, dann wurde kräftig gezogen, die Pflanze mit einem großen Teil des Wurzelstocks herausgerissen und in einem Container geworfen. Die Pflanze kann allerdings nicht einfach kompostiert werden, sie muss so entsorgt werden, dass sämtliche Rhizome und Früchte vernichtet werden. „Am sichersten ist es, wenn das Pflanzgut verbrannt wird“, so Viola Dahnken.

Ein weiteres Problem sind die unterirdisch verlaufenden Rhizome, die bis in zwei Meter Tiefe reichen können. „Die haben wir mit Gewissheit nicht alle erwischt“, berichtet die Vorsitzende. Daher wird der Bauhof demnächst einen Teil des Bodens abheben. Anschließend wird das Gelände auf Anraten des Pflanzenschutzamtes mit schwarzer Folie und Hackschnitzel abgedeckt. Dadurch kann auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet werden. Es gibt auch die Möglichkeit, die Flächen während der Vegetationszeit wöchentlich zu mähen und das über mehrere Jahre hinweg. In dieser Zeit bestünde allerdings die Gefahr, dass die Pflanze unterirdisch weiter gekrochen wäre. Dabei wäre sie mit den kräftigen Rhizomen durchaus in der Lage, auch Mauerwerk zu durchbrechen. Da das in Heiligenrode angewandte Verfahren noch relativ neu ist, wird das Pflanzenschutzamt die Maßnahme regelmäßig beobachten.

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