TSV-Chef sieht Bedarf für Gastronomie

Heiligenroder suchen Pächter für Vereinsheim

+
Im gemütlichen Ambiente des TSV-Vereinsheims würde der Vorsitzende Volker Lesemann gerne wieder Gäste sehen. 

Heiligenrode - Von Andreas Hapke. „Der TSV Heiligenrode hat eine neue Vereinsgaststätte“, heißt es im Jahresheft 2016/17 des Sportvereins. Seinerzeit hatten die neuen Pächter Thomas Waldtmann sowie Petra und Alex Stoll nach dreimonatiger Umbauzeit zur Eröffnung eingeladen. Doch auch das ist schon wieder Vergangenheit. Zurzeit gibt es niemanden, der die Gastronomie unter dem Dach der Tennishalle betreibt. Der TSV sucht dringend einen neuen Pächter.

35 000 Euro hatte der Klub in die Renovierung der beiden, insgesamt rund 100 Quadratmeter großen Räume gesteckt, wie der erste Vorsitzende Volker Lesemann berichtet. Außerdem hätten „viel Elan und eine Menge Eigenleistung“ dazu geführt, dass „wir jetzt ein ganz anderes Ambiente haben als früher in dem muffigen, dunklen Loch“.

Bis zum Umbau hatten sich Christa und Hermann Poell mehr als 20 Jahre lang um die „Sportklause“ verdient gemacht. Laut Lesemann schätzten die Mitglieder das hervorragende Preis-/Leistungsverhältnis. „Und was aus der Küche kam, hat immer alle zufriedengestellt. Wir wollen uns ja nicht mit dem Meyerhof messen.“

„Für beide Seiten nicht nach Plan gelaufen“

Bei der Zusammenarbeit mit den Nachfolgern habe es aus unterschiedlichen Gründen gehakt, ein Küchenbrand nach den Sommerferien habe sein Übriges getan. „In einer Zeit, wo man als Gastronom sein Geschäft macht, konnten sie nicht durchstarten. Es ist für beide Seiten nicht nach Plan gelaufen“, sagt Lesemann. „Natürlich ist es auch schwierig, ein Vereinsheim erfolgreich zu führen“, fügt Schatzmeister Erich Wehrenberg hinzu. Ende des Jahres haben die Betreiber von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. „Wir sind am Punkt null“, sagt Lesemann.

Die Verantwortlichen wollen nun nach vorne blicken. Der neue Pächter müsse „Engagement mitbringen, positiv an die Sache rangehen und Ideen haben“, sagt der Vorsitzende und nennt die Tennisnacht mit Büfett als Beispiel. „Die lief früher sehr gut.“ Vor allem müsse der Gastronom die Mitglieder erreichen, die sich „nach und nach verabschiedet haben. Insgesamt haben wir immerhin knapp 1 100“.

„Eine weitere Pleite können wir uns nicht erlauben.“

Nicht nur wegen dieses Potenzials ist der Bedarf nach Ansicht Lesemanns vorhanden. Zum einen gebe es kaum Gastronomie in Heiligenrode. „Früher hatten wir den Klosterhof, die Klosterschänke sowie in Malsch die Kornmühle und die Bahnhofsgaststätte. Nur der Meyerhof ist übrig geblieben“, zählt Lesemann auf. Zum anderen habe der TSV die Tennishalle als Aushängeschild. „Über die Hälfte der Spieler sind gar nicht Mitglieder bei uns, viele kommen aus Harpstedt oder Groß Ippener.“ Die würden jetzt nach dem Training nach Kirchseelte fahren, um etwas zu essen. Lesemann: „Wir sind eine öffentliche Gaststätte. Damit müsste man auch Werbung machen. Früher war die Kneipe an Freitagabenden voll.“

Untätig war der Vorstand in den vergangenen Wochen nicht, doch Gastronomen aus der Region hätten auf Anfrage abgewunken. „Die haben genug zu tun“, sagt Lesemann, der sich gut einen Italiener vorstellen kann. „Davon würde der ganze Ort profitieren.“ Für den TSV-Chef steht jedenfalls fest: „Wir müssen einen Volltreffer landen, eine weitere Pleite können wir uns nicht erlauben.“

Die Tennisdamen, die jeden Dienstagvormittag ihr Racket in der Heiligenroder Halle schwingen, haben gar nicht so große Ansprüche an diesen Volltreffer: Sie wünschen sich vor allen Dingen Zuverlässigkeit. „Wir würden gerne morgens einen Kaffee bekommen“, sagen sie. „Und wenn nicht, bringen wir eine Kanne mit. Wir müssen es nur wissen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Genua nimmt Abschied von den Opfern des Brückeneinsturzes

Genua nimmt Abschied von den Opfern des Brückeneinsturzes

La Strada in Rotenburg - der Eröffnungsabend 

La Strada in Rotenburg - der Eröffnungsabend 

Griechenland sagt Deutschland Rücknahme von Flüchtlingen zu

Griechenland sagt Deutschland Rücknahme von Flüchtlingen zu

Fernbus kippt um - 22 Verletzte bei Unfall nahe Rostock

Fernbus kippt um - 22 Verletzte bei Unfall nahe Rostock

Meistgelesene Artikel

Brand an der B6: Zahlreiche Autofahrer benachrichtigen Einsatzkräfte

Brand an der B6: Zahlreiche Autofahrer benachrichtigen Einsatzkräfte

30 Jahre nach Geiseldrama: Gedenkfeier für Silke Bischoff in Heiligenrode

30 Jahre nach Geiseldrama: Gedenkfeier für Silke Bischoff in Heiligenrode

Erstmals Kinderanimation zum Start des Brokser Markts

Erstmals Kinderanimation zum Start des Brokser Markts

AMC feiert Sonntag 60-jähriges Bestehen

AMC feiert Sonntag 60-jähriges Bestehen

Kommentare