Heiligenroder Jugendtreff in der Pfarrscheune zum neuen Leben erweckt / „Wir kommen wieder“

Nutzer dürfen ihr Programm selbst gestalten

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Pastorin Tabea Rösler in fröhlicher Runde am Kickertisch.

Heiligenrode - Von Angelika Kratz. Fröhliches Stimmengewirr empfing die Besucher am Freitagabend in der Heiligenroder Pfarrscheune. Neugierig und sehr erwartungsvoll ging es nach oben. Dort strahlten Philipp Kattau (18) und Christian Krüger (17) um die Wette. Die Eröffnungsfeier des wieder zum Leben erweckten Jugendtreffs schien ein voller Erfolg für das Betreuungsteam zu werden. Immer mehr Jugendliche fanden sich ein und verloren schnell ihre anfängliche Zurückhaltung. Der Billardtisch war bestens frequentiert, an der Bar schenkte Christians Mutter Silke Krüger alkoholfreie Getränke aus, und Sylvia Bischof im erweiterten Erwachsenenteam begrüßte alle Neuzugänge.

„Es ist noch keine 19 Uhr“, sagte Pastorin Tabea Rösler erfreut und blickte in die Gesichter der vielen jungen Leute. „Mein selbst gewählter Aufgabenschwerpunkt in der Kirchengemeinde war von Anfang an die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“, betont die Gemeindepastorin. Seinerzeit stand das Betreuungsteam durch Ausbildung oder Beruf nicht mehr zur Verfügung, und es hatte sich kein Ersatz gefunden. „Hier gibt es so viel junges Leben vor Ort, und ich kenne mittlerweile viele der Familien“, schwärmt sie von einem lebendigen Heiligenrode.

Bereits im Januar wurden in den Räumlichkeiten neben dem Spieletreff für die ganz Kleinen die Lichter wieder angemacht. Die Aktion war als Dankeschön für die Konfirmanden gedacht und war ein voller Erfolg. Auch Sylvia Bischofs Tochter Jasmin war als angehende Konfirmanden mit dabei, und die Mama meldete sich gleich als Helferin an.

„Wir haben alles noch bestens vorgefunden“, berichtet Philipp Kattau, der im früheren Jugendtreff dabei war. Nun hat der junge Erwachsene mit Freund Christian voller Begeisterung an der Idee eines regelmäßigen Angebots für weitere Treffen mitgewirkt.

„Wir wollen keine Programmvorgabe machen, die Ideen sollen von den Jugendlichen kommen“, kündigt Pastorin Rösler stressfreie Abende an. Wie Kirchenvorstandsvorsitzende Silke Krüger anmerkt, könne auch mal gekocht werden, denn es gibt im Hause eine vollständige Küche. Zum „Chillen“ lädt in dem Raum mit der urigen Bar ein großes bequemes Sofa ein. Wolfgang Lowag ist für die gemütliche Einrichtung verantwortlich. Neben der momentan im Ausland weilenden Neele Reiners wird er auch als Betreuer fungieren.

Verschiedene Spiele stehen in den Regalen, und neben dem Billard- gibt es auch einen Kickertisch. Musikanlage und Fernseher gehören weiter zur Ausstattung. Auch die Räumlichkeiten des Spieltreffs werden bei Bedarf genutzt. Das gefiel besonders einer Mädchengruppe, die bei Musik lange miteinander quatschen konnte. „Man könnte sich auch mal eine Disco vorstellen“, plante die Runde hinsichtlich der vielen Möglichkeiten schon eine Veranstaltung.

Christoph (12) hatte gleich einige Freunde mitgebracht und fand den ersten Abend ganz prima. „Wir kommen wieder“, versprach er, bevor er sich weiter den bunten Kugeln auf dem Billardtisch widmete.

Das Konzept eines ziemlich freien Treffpunkts für Jugendliche zwischen zwölf bis 16 Jahren jeweils zwischen 19 bis 22 Uhr am ersten und dritten Freitag im Monat hat gute Chancen ein Erfolg zu werden.

„Sonst gibt es hier vor Ort ja keine Möglichkeiten,sich außerhalb eines Vereins zu treffen“, weiß nicht nur Philipp Kattau um eine tolle Möglichkeit.

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