Mühlentag mit Aktionen in Heiligenrode

Räder und Riemen geben ihr Bestes

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In der Wassermühle legen die Besucher des Mühlentags gerne eine Pause ein.

Heiligenrode - Von Angelika Kratz. „Wenn ich von Mackenstedt nach Heiligenrode fahre, nehme ich immer den Weg über die Brücke, um die wunderschöne Wassermühle zu sehen“, schwärmt Elke Wassmann. Ihre Liebe zu der alten und dank einer aktiven Mühlengemeinschaft noch immer voll funktionstüchtigen Mühle kam am Pfingstmontag in einer Bilderausstellung zum Ausdruck.

Viele Höfe hatte Elke Wassmann „abgeklappert“ und dort Einblicke in alte Fotoalben gefunden. Die Kopien von Aufnahmen zu Erntedankumzügen und der Entwicklung der Wassermühle waren erstmals an Stellwänden zu sehen. Wegen des starken Windes flogen die historischen Bilder schnell über die Mühlenwiese. Der Heimatverein verlagerte die Präsentation kurzerhand in die sichere Backstube.

Dort wartete Ulrich Brauer auf interessierte Gäste, die sich diesen historischen Teil des Mühlenensembles gerne erklären ließen. „Es waren wieder viele Besucher aus Bremen hier“, freute sich das Vorstandsmitglied des Heimatvereins über das Interesse an Heiligenrode.

Einen Blickfang bildete die Scheune mit ihren nostalgischen Ackergeräten. Am Vormittag ging dort der traditionelle Gottesdienst auf „Plattdütsch“ über die Bühne. Pastor Detlef Korsen begrüßte alle mit „Weest all vun Harten willkaamen“.

„Ihr dürft gerne wiederkommen“

Sein „Doot mi op de Döör to‘Karken“ wurde hinsichtlich der weit geöffneten Scheunentüren ernst genommen. Dreschmaschine und andere Geräte fanden draußen einen idealen Platz. Gedanken über ein „Lebendig Woter – dor sitt Kraft in“ bildeten das Motto des Gottesdienstes, während hörbar das Wasser vom Klosterbach plätscherte.

Im Außenbereich der zum Gotteshaus verwandelten Scheune werkelten indes viele fleißige Hände. Stipendiatin Amina Brotz öffnete die Tür zum ehemaligen Müllerwohnhaus und ihrer Abschiedsausstellung, die kulinarische Meile baute ihre Wagen auf, und die Mannschaft der Mühlengemeinschaft und des Heimatvereins war ebenfalls mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt.

Auf der kleinen Bühne vor dem Künstleratelier nahm erstmals die Band „Soulfood“ mit den Mitgliedern Ronald Sadowski, Anthony Carney, Kai Stührenberg und Björn Christiansen Platz. Mitgebracht hatte das Quartett eine ansteckende Mischung aus Soul und Pop. „Ihr dürft gerne wiederkommen“, lobte Brauer am Nachmittag die gut gemachte musikalische Einlage.

Staunen über drei Etagen hinweg

In der Mühle gaben die uralten Räder und Riemen ihr Bestes. Nicht nur die kleinen Besucher staunten über die drei Etagen hinweg und zogen unweigerlich die Köpfe unter den riesigen, sich drehenden und stampfenden Geräten ein. An kleinen Schrot- und Beutelmühlen konnte das eigene Mehl gemahlen und mit nach Hause genommen werden.

Auf der Mühlenwiese wartete die Freiwillige Feuerwehr mit einigen Spielen auf die jüngsten Gäste, derweil die Kunstschule Stuhr unter dem Zeltdach viele kreative Ideen für den Nachwuchs anbot. Interessant war es auch für die Großen, mal einen Blick in die Wagen der Ortsfeuerwehren Heiligenrode und Mackenstedt zu werfen.

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