Hanno Niemeijer verstärkt Vorstand / Anlaufstelle außerhalb des MGH gesucht

Bürgerstiftung Stuhr will professionelleres Fundraising

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Hanno Niemeijer hat sich bereit erklärt, dem Vorstand der Bürgerstiftung beim Einwerben von Spenden unter die Arme zu greifen.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Der Vorstand der Bürgerstiftung Stuhr benötigt personelle Verstärkung. Zu diesem Schluss war das Gremium bereits in einem Workshop Ende Oktober 2015 gekommen, als es um „Ziele und Projektionen“ für die kommenden Jahre ging. Nun ist aus dem Quartett ein Quintett geworden: Mit Hanno Niemeijer haben die Verantwortlichen einen Mitstreiter gefunden, der nach Auskunft von Thomas Schaumlöffel, geschäftsführender Vorstand der Bürgerstiftung, beim Einwerben finanzieller Mittel helfen soll.

In dieser Funktion war Niemeijer bereits bei der Einrichtung der neuen Küche im Brinkumer Mehrgenerationenhaus (MGH) in Erscheinung getreten. Der ehemalige Unternehmer – bis 2011 Inhaber von Niemeijer Nutzfahrzeuge in Groß Mackenstedt – hat immer noch einen guten Draht zur Stuhrer Wirtschaft. „Wenn man 40 Jahre hier lebt, dann kennt man den einen oder anderen“, sagt der 68-Jährige. Der Kontakt zu ihm war über seinen Steuerberater Marco Windhorst entstanden, der gleichzeitig im Kuratorium der Stiftung sitzt. Er habe an einigen Vorstandssitzungen teilgenommen und sich dann zu einer Mitarbeit in der „netten Runde“ entschieden“, sagt Niemeijer.

Immer mehr Aufgaben und eine Finanzierung, die jedes Jahr aufs Neue an die Bewilligung von Bundeszuschüssen gekoppelt und deshalb gefühlt unsicher ist: Aus diesen Gründen möchte und muss die Bürgerstiftung ihr „Fundraising professionalisieren“, wie Schaumlöffel es formuliert. „Wir wollen uns unabhängiger von der Förderung machen.“

Die Bürgerstiftung versteht sich als Klammer um die Mehrgenerationenhäuser in Brinkum und Fahrenhorst, den Computertreff in Varrel, die Freiwilligenagentur und die Kindertagesstätte Löffelchen. Mehr als 100 Ehrenamtliche bringen sich in den Einrichtungen ein. „Wir halten die Organisationen am Laufen und werben Spenden dafür ein“, sagt Schaumlöffel.

Mit dem Programm im Fahrenhorster MGH und weiteren Angeboten für Migranten in der Brinkumer Einrichtung ist der Aufgabenkatalog noch einmal dicker und somit auch kostspieliger geworden. Das Gebäude in Brinkum, wo auch die Bürgerstiftung untergebracht ist, „platzt aus allen Nähten“, sagt Schaumlöffel.

Deshalb – und um anders wahrgenommen zu werden – möchte die Stiftung eine eigene Anlaufstelle finden. „Wir sind mehr als das MGH. Wir wollen bekannter werden, mehr in die Öffentlichkeit gehen“, sagt der geschäftsführende Vorstand. Dies sei ebenfalls ein Ergebnis des Workshops unter Leitung des Bundesverbands Deutscher Stiftungen gewesen.

Diese Notwendigkeit hat auch Niemeijer erkannt: „Ich kannte die Bürgerstiftung vor meinem Engagement auch nicht, und für meinen Freundeskreis gilt dasselbe.“ Umso ambitionierter klingt das Ziel, das Schaumlöffel vorschwebt: „In Stuhr müsste es zum guten Ton gehören, Förderer der Bürgerstiftung zu sein.“

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