Entscheidung über Beitragserhöhung

Hallenneubau beim FTSV Jahr Brinkum: Pläne beim Kreissportbund

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Die Lage der neuen Halle am Brunnenweg im Vorentwurf. Die Parkplätze befinden sich vor dem Sozialtrakt.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Es war eine wichtige Frist, die der FTSV Jahn Brinkum einhalten musste: Bis zum Wochenende sollten dem Kreissportbund (KSB) die Planungen für den Neubau einer Zweifeld-Sporthalle am Brunnenweg vorliegen, damit dem Verein die Förderung, im günstigsten Fall immerhin 100.000 Euro, nicht durch die Lappen geht. Das ist gelungen.

Mehr noch: Nach Aussage von Vorstandsmitglied Elke Gärtner hat der FTSV sogar schon eine schriftliche Zusage des KSB, dass er mit dem Bau vorzeitig beginnen kann – ohne dass die endgültige Zuschusshöhe feststeht.

Gemeinde übernimmt 57,5 Prozent der Kosten

Ganz so eilig hat es der Jahn dann doch wieder nicht. Bevor es richtig losgehen kann mit dem 2,8 Millionen teuren Vorhaben, stehen dem Verein zwei weitere wichtige Termine ins Haus. Zunächst entscheiden die Mitglieder in einer außerordentlichen Versammlung am 25. Oktober über eine Beitragserhöhung, ohne die der FTSV seinen Anteil an der Finanzierung nicht stemmen könnte. 42,5 Prozent der Kosten bleiben beim Verein hängen, 57,5 Prozent übernimmt die Gemeinde.

Geplant ist, den Beitrag für Erwachsene von acht auf zehn und für Kinder von fünf auf sieben Euro zu erhöhen. Familien sollen künftig 25 statt 17 Euro bezahlen. Gärtner und der Vorsitzende Rolf Meyer rechnen mit einem positiven Votum für die vom Vorstand beschlossene Lösung. „Die Mitglieder freuen sich auf die Halle“, weiß Gärtner. Meyer bezeichnet die Erhöhung als „sozial verträglich“. Kritische Stimmen habe er nicht vernommen.

Verein: Zu unserem Vorschlag gibt es keine Alternative

Mit Gegenwind ist auch Anfang November im Gemeinderat nicht zu rechnen, zumal der Ausschuss für Jugend, Freizeit und Kultur das Projekt bereits im August bei zwölf Ja-Stimmen und einer Enthaltung empfohlen hatte. Außerdem haben Gemeinde und Verein zur Abstimmung der Planungen schon einen gemeinsamen Bauausschuss gegründet. Die Kommune entsendet Kerstin Frohburg, Christian Möller und Hayo Wilken in das Gremium, der Verein neben Gärtner und Meyer den Architekten Thomas Bode. Der Beschluss des Rates würde auch eine Bürgschaft über das vom FTSV aufzunehmende Darlehen einschließen.

„Zu unserem Vorschlag gibt es keine Alternative“, betont Meyer mit Blick auf die für 2019 bis 2021 geplante und insgesamt sechs Millionen Euro teure Sanierung der beiden KGS-Sporthallen. In diesem Zeitraum wäre nicht nur das Sportangebot der Vereine, sondern auch das der KGS Brinkum halbiert. „Ohne den Neubau könnte dieser Ausfall nicht kompensiert werden. Alles, was jetzt in der KGS stattfindet, geht mit demselben Stundenkontingent in der neuen Halle über die Bühne“, sagt Meyer und nennt einen weiteren Vorteil: „Wir können auf die Renovierung der maroden Halle an der Jahnstraße verzichten.“ Laut Gemeinde wären 840.000 Euro angefallen. „Der Sanierungsbedarf dort ist groß“, stellt Gärtner fest. „Wir können unsere Sportler nur mit dem Neubau vertrösten.“

Kaum Spielraum bei der Hallengröße

Geplant ist, dass die neue Halle die Sportstätte an der Jahnstraße dauerhaft ersetzt. Nach Abschluss der Sanierung der KGS-Hallen geht der Neubau in den Besitz des FTSV Jahn Brinkum über und böte dem Verein „große Entwicklungsmöglichkeiten“ (Gärtner).

Was die Ausmaße des Gebäudes angeht, bleiben dem Bauherrn und dem Architekten wenig Spielraum. In der Halle soll wettbewerbsmäßig Sport getrieben werden. Das bedeutet für den Handball ein 40 mal 20 Meter großes Feld und für Volleyball eine sieben Meter hohe Decke. Insgesamt ist die Halle 46 Meter lang und 36 Meter breit. „Wir mussten wir unter 16.000 Quadratmeter bleiben, sonst wären es andere Feuerschutzbestimmungen gewesen“, sagt Meyer. „Es Ist alles in allem eine zweckmäßige Halle. Wir wollen keinen Schönheitswettbewerb gewinnen“, fügt Gärtner hinzu. Der Finanzbedarf für die Geräte sei überschaubar, da diese vorerst von der jeweils zu renovierenden KGS-Halle stammen.

Damit der Sportplan für die Gemeinde aufgeht, muss der Neubau 2018 fertig sein. Die Arbeiten könnten im Februar beginnen, ein frostfreier Jahresauftakt vorausgesetzt.

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