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Premiere im März: Kirchengemeinde Stuhr-Heiligenrode lädt zum Frühstückstreffen ein

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Von: Andreas Hapke

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Freuen sich auf viele Teilnehmer bei der Premiere am 23. März: (v.l.) Angela Wilken, Brigitte Schilling und Gabriele Parke.
Freuen sich auf viele Teilnehmer bei der Premiere am 23. März: (v.l.) Angela Wilken, Brigitte Schilling und Gabriele Parke. © Andreas Hpke

Brigitte Schilling ist ein christlicher Mensch. Sie lebt in dem Bewusstsein, „dass wir mit Gott immer verbunden sind. Wir können Gutes vollbringen und uns ruhig mehr zutrauen“, sagt sie und fügt hinzu: „Dann mal ran an den Speck.“ Das mit dem Speck ist sogar wörtlich zu verstehen. Unter dem Dach der Kirchengemeinde Heiligenrode möchte die aus der Kirchenmusik bekannte Schilling zu einem Frühstückstreffen im Gemeindesaal einladen – gemeinsam mit der Friedhofsverwalterin Gabriele Parke und der Kirchenvorstandsvorsitzenden Angela Wilken. Das Motto lautet „Lasst uns miteinander Gutes teilen“.

Stuhr – Das Trio möchte alle Heiligenroder ansprechen, „auch die Jüngeren“, betont Wilken. Los gehen soll es – anders als im Gemeindebrief angekündigt, erst am Mittwoch, 23. März. „Ein Start noch im Februar erscheint uns wegen der Corona-Pandemie zu riskant“, sagt Schilling. Fünf Anmeldungen hätten bereits für die Premiere vorgelegen.

Geplant ist die Zusammenkunft an jedem vierten Mittwoch im Monat, und das aus gutem Grund: An jedem ersten Dienstag im Monat lädt das Stiftungshaus Fahrenhorst zum plattdeutschen Frühstück ein, am zweiten Donnerstag der Heiligenroder Frauenkreis und am dritten Freitag der Heiligenroder Rentnertreff. „Mit unserem Termin machen wir niemandem Konkurrenz, und in jeder Woche ist etwas los“, stellt Wilken fest.

Ihrer Auskunft nach gibt es „immer mehr Alleinstehende, die morgens nur noch ihre Tageszeitung haben. Keiner spricht mit ihnen, das ist für viele das Schlimmste.“ Dies sei ein wesentlicher Grund für das monatliche Treffen. „So etwas hat hier bislang gefehlt.“

Es gibt immer mehr Alleinstehende, die morgens nur noch ihre Tageszeitung haben. Keiner spricht mit ihnen, das ist für viele das Schlimmste.

Angela Wilken, Kirchenvorstandsvorsitzende

Darüber hinaus sei es bei der Visitation des Superintendenten Jörn-Michael Schröder im vergangenen Jahr um die Frage gegangen, wie die Kirche mehr Mitglieder gewinnen könne. Möglicherweise leiste das Frühstückstreffen einen Beitrag dazu.

Die dort besprochenen Themen dürfen gerne einen christlichen Hintergrund haben, aber nicht nur. „Vielleicht sucht sich jeder mal eine Lieblingsstelle aus der Bibel, die für sein Leben wichtig ist“, schlägt Schilling vor. „Schön wären Gedanken, die uns nach oben ziehen. Wir reden oft genug über Krankheiten.“ Klar, dass sie sofort eine Lieblingsstelle parat hat: Matthäus 14,31. Als Petrus es Jesus gleichtun und über das Wasser laufen wollte, dann aber erschrak und zu sinken begann. „Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?“

Vorträge über verschiedene Themen

Parke könnte sich Vorträge der Polizei, der Feuerwehr, des Weißen Rings, des Diakonischen Werks und des Vereins Sozius vorstellen. Entsprechende Kontakte könne sie über ihre Tätigkeit bei der Freiwilligenagentur Stuhr knüpfen. „Wir wollen uns ganz verschiedenen Themen widmen“, sagt Wilken und nennt die Fitness mit ihrem „großen Spektrum“ als Beispiel. „Wir werden auch einen Kasten aufstellen, wo die Teilnehmer selbst ihre Idee loswerden können.“ Sollte es trotzdem mal an einem Thema mangeln, „können wir auch plattdeutsche Geschichten lesen“, regt Parke an.

Uneinig sind sich die Organisatorinnen noch darüber, welchen Raum die Vorträge einnehmen sollen. „Nicht zu lange“, sagt Schilling, während Parke von 20 bis 30 Minuten spricht. Wilken wünscht sich vor allem einen „regen Austausch“. Gute Gedanken bei gutem Essen und gutem Kaffee, wie auf dem Plakat vermerkt ist.

Die Treffen selbst dauern zwei Stunden und 45 Minuten und enden um 12.15 Uhr. Sie beginnen mit dem Frühstück, für das pro Person fünf Euro anfallen. „Niemand muss etwas mitbringen, außer sich selbst und gute Laune“, sagt Parke. „Wer keine gute Laune hat, den muntern wir auf“, fügt Schilling hinzu, die vielleicht auch mal zur Gitarre greifen wird: „Noch ist singen wegen Corona schlecht, aber im Sommer können wir eventuell mal ein Musikprogramm bieten.“

Um den Einkauf zu planen, benötigen die Organisatorinnen Anmeldungen unter 04206/882 99 82. Möglicherweise erhält die Kirchengemeinde noch Zuschüsse für diese Veranstaltung. Schilling hat bereits Kontakte zur Evangelischen Erwachsenenbildung aufgenommen.

Von Andreas Hapke

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