Stuhr: Grußwort zum Jahreswechsel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, vor uns liegen das Weihnachtsfest und der Wechsel in ein neues Jahr. Die kommenden Tage sind geradezu geschaffen, um innezuhalten, an Vergangenes zu denken und Pläne für die Zukunft zu schmieden. Weihnachten ist die Zeit der Besinnung, die Zeit, in der man sich Familie und Freunden widmet. 

Vieles ist in der Welt und in Deutschland geschehen. Auf dem politischen Parkett gab es weitreichende Neuerungen und Entscheidungen – in den USA trat Anfang des Jahres der der neue Präsidenten Donald Trump sein Amt an, das Vereinigte Königreich erklärte offiziell den Austritt aus der Europäischen Union, in Frankreich setzte sich Emmanuel Macron mit großer Mehrheit vor allen Dingen auch gegen die Nationalisten durch und wurde Präsident. 

Auch Deutschland hat einen neuen Bundestag gewählt und wir warten nun auf die Bildung einer neuen Regierung. Anders ging es in Niedersachsen. Zwar hat die kurzfristig vorgezogene Landtagswahl nur drei Wochen nach der Bundestagswahl alle Wahlämter vor eine Herausforderung gestellt, aber die Landesregierung wurde dann zügig gebildet. In diesem Zusammenhang geht ein großer Dank an alle ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und -helfer in Stuhr. Dank Ihrer großen Einsatzbereitschaft konnten beide Wahlen in unserer Gemeinde reibungslos durchgeführt werden. 

Leider beherrschten auch in diesem Jahr wieder viele Terroranschläge überall auf der Welt die Schlagzeilen in den Medien. Beispielhaft soll hier Barcelona genannt werden – auf dem Boulevard La Rambla im Zentrum von Barcelona wurden durch einen in die Menge rasenden Lieferwagen 14 Menschen getötet und mindestens 118 verletzt. Nach wie vor machen uns diese Attentate betroffen. Aber das Ziel, das öffentliche Leben in der Welt lahm zu legen, wird hoffentlich auch weiterhin nicht gelingen und zum Glück von den Menschen nicht zugelassen.

Eine Vielzahl gut besuchter Kultur-, Sport- und Vereinsveranstaltungen in unserer Gemeinde zeigen, dass das öffentliche Leben aktiv gelebt wird. Beispielhaft möchte ich hier an das Jazzfest, das Großen Chinesischen Neujahrskonzert, das Irish Spring Festival, das Stuhr Open Air, das Kinderkulturfest, den 30. Stuhrer Weihnachtsmarkt und diverse Aktivitäten auf der neuen Discgolf-Anlage in Brinkum erinnern. Und auch 2018 wird daran festgehalten. Das kulturelle Jahr wird wieder prall gefüllt sein und die Eröffnung einer Funsportanlage vorbereitet.

Zum öffentlichen Leben gehört auch ein gutes Miteinander aller Einwohnerinnen und Einwohner einer Gemeinde. Dafür gab es in diesem Jahr wieder tolle Beispiele in Stuhr. Anfang April trafen sich in allen Ortsteilen zahlreiche Helferinnen und Helfer zur zweiten gemeindeweiten Müllsammelaktion und trugen bei schönstem Wetter mit viel Spaß und Eifer insgesamt 2.000 kg Müll zusammen. Zeitgleich wurde mit großem Einsatz von Engagierten des Flüchtlingsnetzes Stuhr der neue Treffpunkt B5 als Begegnungsstätte für Menschen aller Kulturen eröffnet. Die Räume werden kostenfrei von der Gemeinde Stuhr zur Verfügung gestellt, betrieben wird der Treff aber vom Flüchtlingsnetz und das komplett ehrenamtlich. 

Im August konnten wir mit allen Stuhrer Kirchengemeinden aus Anlass des 500-jährigen Reformationsjubiläums im ökumenischen Gottesdienst „Christlich sind wir Stuhr“ feiern. Die Dorfgemeinschaft im Ortsteil Heiligenrode beteiligte sich ein zweites Mal am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Am Besuchstag der Jury hatten sich viele Heiligenroder entlang der Bereisungsstrecke aufgestellt und mit Bannern die ortsansässigen Vereine vorgestellt. An einigen Stationen wurden liebevoll vorbereitete Darbietungen gezeigt. Zum Abschluss trafen sich alle für ein gemeinsames Fest auf dem Klosterhofgelände. Belohnung dieser tollen Vorstellung war ein respektabler 4. Platz in der Gesamtwertung aller Dörfer und die Verleihung eines Sonderpreises an die Tanzgruppe des Stuhrer Behindertenbeirates „Vergissmeinnicht“.

Auch das große Anliegen der Gemeinde Stuhr, Familien eine gute Infrastruktur zu bieten, wurde 2017 weiter verfolgt. Zahlreiche Sanierungen, Erweiterungen und Planungen rund um die Kindertagesstätten und Schulen wurden durchgeführt und mit dem Bau der 13. Kindertagesstätte in Stuhr wurde begonnen. Alle diese Investitionen werden dazu beitragen, die Situation nachhaltig und zukunftsorientiert weiter zu verbessern.

Die gute stabile wirtschaftliche Lage zeigt sich auch in Stuhr. Viele Investitionen bei bereits ansässigen Unternehmen, aber auch bei neuen Unternehmen wurden angeschoben, viele neue Arbeitsplätze sind entstanden. Durch Tatkraft und Innovationsbereitschaft schaffen Stuhrer Unternehmen die Grundlage für eine nachhaltige, wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Kommune. Es können hier sicherlich nicht alle Aktivitäten und Projekte genannt werden, aber viele Verantwortliche haben das vergangene Jahr genutzt, um die Lebensqualität zu verbessern und so unsere Gemeinde Stuhr noch attraktiver zu machen. 

Uns - den Vertretern von Rat und Verwaltung - ist sehr wohl bewusst, dass unsere Erfolge auch darauf beruhen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger und die ortsansässigen Unternehmen in Stuhr engagieren. Denn zukunftsträchtige Planung und Verwaltung gelingen nur gemeinsam und wenn sich viele für ihr Gemeinwesen verantwortlich fühlen. 

An dieser Stelle mein Dank an alle, die sich auch in diesem Jahr in der Gemeinde Stuhr engagiert und für das Allgemeinwohl eingesetzt haben. Ohne sie wäre vieles nicht möglich gewesen. Für das Jahr 2018 wünsche ich mir, dass weiterhin viele mit ihrem Ideenreichtum und ihrem Engagement zum gesellschaftlichen Leben in Stuhr beitragen. Und ich möchte auch diejenigen zur Übernahme ehrenamtlicher Tätigkeiten ermutigen, die sich bislang noch nicht an solchen Aufgaben beteiligt haben. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes, glückliches, erfolgreiches und friedliches Jahr 2018. 

Niels Thomsen Bürgermeister

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