Grünen-Chefin Helmerichs möchte sogar Lückenschluss bis zur Ristedter Straße

Plötzlich Zuschüsse für Radweg an Warwer Straße

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Blick in die Warwer Straße aus Richtung Ristedter Straße: Bis hierhin könnte der Radweg verlaufen, wenn es nach den Vorstellungen der Grünen-Fraktionschefin Kristine Helmerichs geht.

Fahrenhorst - Von Andreas Hapke. Für den Bau des Radwegs entlang der Warwer Straße in Fahrenhorstsind die Karten neu gemischt. Grund: Plötzlich besteht die Möglichkeit einer Förderung nach dem sogenannten Entflechtungsgesetz. Schnell war am Donnerstag im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt von vorweihnachtlichen Gaben die Rede.

Es geschehen noch Zeichen und Wunder“, sagte zum Beispiel der CDU-Fraktionschef Frank Schröder. „Jetzt bekommen wir den Weg zu Konditionen, bei denen wir eigentlich nur zuschlagen können.“

Nach Auskunft von Rathausmitarbeiter Benno Arens fließen die Zuschüsse nur für die komplette Strecke von der Bundesstraße 51 bis zum Warwer Sand. Ohne Förderung hätte die Gemeinde zunächst nur das Teilstück zwischen Turmstraße und Warwer Sand verwirklicht.

Stuhr könnte demnach einen 60-prozentigen Zuschuss für den Bau und den Grunderwerb einstreichen. Die Planungskosten würde komplett entfallen. Unterm Strich blieben nur noch 176000 Euro der Gesamtkosten von 440000 Euro an der Gemeinde hängen. Zum Vergleich: Allein für das Teilstück von der Turmstraße bis zum Warwer Sand wären ohne Zuschüsse 200000 Euro angefallen.

Mit dem Radweg hatten sich die Politiker laut Grünen-Chefin Kristine Helmerichs in vielen Ausschüssen „herumgeplagt“ und „zehn Mal ,nein‘ gesagt“ zum Bau der kompletten Strecke. Schon reifte bei ihr die Überlegung, ob man den Weg nicht gleich ganz durchbauen könne bis zur Ristedter Straße.

Mit neuen Ideen und neuen Ergebnissen würde die Gemeinde andere Voraussetzungen schaffen und die Fördermittel vielleicht aufs Spiel setzen, warf SPD-Ratsherr Rolf Meyer ein. Diese Gefahr sah auch CDU-Kollege Schröder.

Arens erklärte, dass auch eine längere Strecke förderfähig sei, bei entsprechend größerem Eigenanteil der Gemeinde. „Doch die Planung kriegen wir in diesem Jahr nicht mehr hin. Und dann kommen wir nicht in das Verfahren rein.“

Haushaltssituation im

Auge behalten

Zudem mahnte „Besser“-Ratsherr Gerd-W. Bode an, die Haushaltssituation im Auge zu behalten. „Wir machen uns gerade Gedanken, den Funpark aus Kostengründen vielleicht nur zum Teil zu bauen.“ Soll heißen: An anderer Stelle mehr Geld auszugeben, wäre schwer zu vermitteln.

Gleichwohl will Helmerichs bis zum Verwaltungsausschuss (VA) am 25. November prüfen lassen, unter welchen Bedingungen ein Radweg von der B51 bis zur Ristedter Straße förderfähig ist, wieviel das kosten würde und ob das „planmäßig hinzubekommen“ ist. „Grundsätzlich können wir das klären“, sagte Arens.

Im Gegensatz zum Ingenieurbüro Mumm, zum Landkreis Diepholz und zum Straßenbauamt würde Jürgen Timm, Vorsitzender der FDP-Fraktion, den Radweg gerne auf der Nordseite der Warwer Straße bauen. Die Zahl der notwendigen Querungen unterscheide sich kaum. Doch bei der Süd-Variante würden sich Ampel und Bushaltestelle auf der „falschen“ Seite befinden.

„Wir bauen den Radweg für die Bevölkerung, und die Bevölkerung hat sich für die Südseite ausgesprochen“, sagte Meyer. Zuvor hatte sich bereits ein Anwohner zu Wort gemeldet. „Die Bürger wollen die Südseite“, rief er in den Raum hinein.

Am Ende empfahl der Ausschuss den Bau des Radwegs zwischen B51 und Warwer Sand auf der Südseite der Warwer Straße, auch mit den Stimmen von Helmerichs und Timm. „Der VA kann die Entscheidung ja noch kippen“, sagte Helmerichs – immer noch verliebt in die Idee eines Lückenschlusses bis hin zur Ristedter Straße.

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