Großer Andrang bei kostenlosem Textil-Flohmarkt in ehemaliger „Fressnapf“-Filiale an der Jupiterstraße

Hilfsbereitschaft der Spender nötigt zum Raumwechsel

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Ute Sydow (vorne 4.v.l.) im Kreise zahlreicher Helfer.

Brinkum - Von Bernd Ostrowski. Bereits zum zweiten Mal ist am Sonnabend in Brinkum ein kostenloser Textil-Flohmarkt über die Bühne gegangen. Der Beginn war eigentlich für 15 Uhr geplant. Aber der Andrang war schon vorher so groß, dass sich die Organisatoren entschlossen, die Türen bereits vorher zu öffnen.

Das Flüchtlingsnetz Stuhr unter Leitung von Ute Sydow hatte mit Flyern, auf Facebook und über die Homepage dazu aufgerufen, gebrauchte Kleidung, Schuhe und Spielsachen zu spenden. Geplant war der Flohmarkt ursprünglich wieder im Frauentreffpunkt „Sie(h)da“ an der Jupiterstraße, aber die Spendenbereitschaft war so groß, dass die Räume nicht mehr ausgereicht hätten. „Da haben wir uns an die Gemeinde gewandt, und die hat es erreicht, dass die Firma ‚Genos‘ uns den ehemaligen Fressnapf-Laden kostenlos zur Verfügung gestellt hat“, berichtet Ute Sydow.

Die Tische kamen von den Feuerwehren Brinkum und Heiligenrode, auf denen dann die Organisatoren akribisch die Spenden getrennt nach Frauen-, Männer- und Kinderkleidung platzierten. Eine Ecke war den Spielsachen vorbehalten, und an einer langen Wand konnten sich die Flüchtlinge Schuhe aussuchen.

Besonders stolz ist Ute Sydow auf die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer. Bereits am Freitag sei den ganzen Tag über gearbeitet worden, und am Sonnabend standen morgens um 10 Uhr alle wieder auf der Matte. Gezählt wurden 35 Freiwillige. Sozialarbeiterin Claudia Blauth, die sich für das Flüchtlingsnetz engagiert, sagte, es mache ihr Freude, wenn sie sehe, wie ein Miteinander der unterschiedlichen Kulturen entsteht.

Den 30-jährigen in Ägypten geborenen Hussein Moubarak, der seit 26 Jahren in Stuhr lebt und heute Deutscher ist, bezeichnet Ute Sydow als ihre rechte Hand. Er betätigt sich als Koordinator und leitet den sogenannten Dolmetscherpool. Dabei kämen ihm seine Kenntnisse des Arabischen zugute. Aber auch andere Sprachen seien gefragt, um den Flüchtlingen bei der Integration zu helfen.

Das Flüchtlingsnetz Stuhr ist eine lose Gemeinschaft von ehrenamtlichen Helfern, Hilfsorganisationen und Institutionen, die Migranten bei einem guten Start in Stuhr unterstützen wollen. Das Ziel ist es, geflohenen Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen und das Gefühl des Willkommenseins zu vermitteln. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Ute Sydow unter Ruf 0152/29897878 informieren.

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