Landjugendfete in Bürstel

Große Party für Jung und Alt

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Bei der Landjugendfete geht die Post ab, wie man in den 1980er-Jahren zu sagen pflegte.

Bürstel - Von Maren Jensen. Schon seit 60 Jahren feiert die Landjugend in Heiligenrode eine große Party. Jedes Jahr lassen es Hunderte Menschen auf der Tanzfläche krachen, haben ausgiebig mit ihren Nachbarn und Freunden Spaß. Am vergangenen Sonnabend waren es mehr als 2500 Gäste aus Stuhr und der Region, die auf den Festplatz nach Bürstel gekommen sind.

Dem Regen zum Trotz erreichten die Veranstalter damit einen neuen Besucherrekord. Durch den großen Ansturm hatten die 120 Helfer alle Hände voll zu tun. Besonders die Techniker zeigten viel Einsatz. „Es kann wirklich sehr stressig sein“, sagte Landjugend-Vorstandsmitglied Marc Schwarting ganz außer Atem. Seit Jahren ist er mitverantwortlich für die Technik. Während er von seinen vielen Aufgaben am Abend berichtete, rief ihn ein Kollege schon zum nächsten Job. Ein Kabel in der Nähe der Bühne musste repariert werden. Schwarting sprintete los und behob in wenigen Sekunden den Schaden.

Lange hatten die Helfer überlegt, was sie in diesem Jahr technisch verbessern könnten. Denn im letzten Jahr war gleich drei Mal der Strom ausgefallen. Damit das nicht wieder passieren konnte, installierten die Techniker für Sonnabend zwei Stromkreise und bauten eine Notstromanlage auf.

Aufgrund der hohen Besucherzahl gab es zudem eine zusätzliche Theke sowie weitere Toilettenwagen. „Wochenlang planen und arbeiten wir für dieses Event. Und wenn es dann wirklich dazu kommt, ist man so stolz“, sagte die 21-jährige Vorstandsvorsitzende und Mitorganisatorin Mareike Kastens.

Und auch die Vorbereitungen für die Party im nächsten Jahr sind schon voll im Gange. „Es gibt kaum Tage im Jahr, an denen es sich nicht um die Freiluftfete dreht“, so Kastens. „Aber jetzt wird erst einmal gefeiert.“

Freiluftfete der Landjugend Heiligenrode

Für Stimmung sorgte am Abend vor allem DJ Markus Köhler. Bereits zum neunten Mal legte er bei dem Fest die Musik auf. Die Bandbreite reichte von 1980er-Disco-Songs bis hin zu modernen Pop-Stücken. Besonders bei dem Nummer-1-Hit „Cheap Thrills“ von Sia war die Tanzfläche brechend voll. Mutige Tänzer stellten sich auf eines der Podeste und warfen dabei Schwimmreifen und Bälle in die Menge.

Das Altersspektrum reichte von 13 bis 80 Jahren. Für die älteren Gäste war wie in jedem Jahr die Senior Lounge geöffnet, die großen Anklang fand. „Früher haben wir hier unsere Kinder beaufsichtigt, heute tun sie das mit uns“, sagte Imke Frentzel aus Heiligenrode. Seit 30 Jahren besucht sie die Freiluftfete schon. „Und der Regen hält uns davon auch nicht ab. Es ist einfach schön, alle zu kennen und mit Jung und Alt Spaß zu haben“, sagte auch ihre Freundin Jeanette Huntemann.

Erst in den frühen Morgenstunden machten sich die friedlichen Party-Gäste auf den Heimweg. Einige torkelten, andere schliefen schon auf den im Festzelt bereit gestellten Bänken ein. „Es war einfach mal wieder unvergleichbar“, sagte die 19-jährige Alina Henke aus Stuhr.

Auch Sicherheitsdienst, Rotes Kreuz und Feuerwehr waren sichtlich mit der Feier zufrieden. „Wir haben hier immer sehr viel Spaß. Die Leute sind gut drauf und benehmen sich anständig“, bestätigte der 28-jährige Jan Rysavy von der Feuerwehr Groß-Mackenstedt. Auch Verletzungen oder Auseinandersetzungen gab es an dem Abend trotz des regen Verkaufs an Bier und anderen alkoholischen Getränken kaum.

Trotz der hohen Besucherzahl bleibt von den Einnahmen nicht viel Geld übrig. Neben DJ und Sicherheitsdienst musste die Landjugend viele weitere Anschaffungen bezahlen. Falls die Organisatoren dennoch ein Plus erzielen, soll es im Herbst eine Party speziell für die Helfer geben. Damit sie selbst einmal feiern können, anstatt stundenlang zu planen und hinter der Theke Bier zu zapfen.

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