Rad- und Fußweg an der Kreisstraße  114

„Große Gefahr für Kinder und Ältere“

Radfahrer und Brummi begegnen sich am Ortseingang Fahrenhorst. Die Gemeinde möchte einen Radweg von Warwe bis zur Ristedter Straße bauen. - Foto: Hapke

Fahrenhorst - Von Andreas Hapke. In die Diskussion über den Bau eines Radwegs entlang der Kreisstraße 114 hat sich Dierk Jobmann eingebracht. Er ist ehrenamtlicher Mitarbeiter im Fahrenhorster Mehrgenerationenhaus (MGH), das in der Kapelle an der Straße Zum Warwer Sand untergebracht ist. Entsprechend häufig ist er auf der K 114 unterwegs. Für ihn ist ein Fuß- und Radweg dort unerlässlich.

Das längst beschlossene Projekt, das die Gemeinde zwecks schnellerer Umsetzung und in Erwartung von Fördergeldern vorfinanziert, hat wegen teils schleppender Grundstücksverhandlungen noch nicht begonnen.

„Kinder und Erwachsene sind täglich einem zunehmenden Schwerlastverkehr mit Sattelzügen und Anhängern in Richtung Syke und Weyhe ausgesetzt“, sagt Jobmann. Fußgänger und Radfahrer seien erheblich verunsichert. Speziell auf dem 500 Meter langen innerörtlichen Teilstück der Warwer Straße könne die Fahrbahn „gerade einen Lkw in voller Breite aufnehmen“. Die Einmündung Warwer Straße  / B51 birge ein besonders hohes Gefahrenpotenzial.

Tag für Tag würden mehrere Schulbusse zwei Haltestellen an der Warwer Straße anfahren. Für ein- und aussteigende Kinder stelle das ohne Fußweg eine erhebliche Gefahr da. Besucher der Kirche, des Friedhofs, des Sport- und des Tennisplatzes seien permanent im Stress, um nicht unter die Räder zu kommen. Im MGH gingen monatlich 14 Veranstaltungen mit rund 170 Besuchern über die Bühne, mehrheitlich Kinder und Senioren. Tendenz steigend. „Diese Menschen kommen zu Fuß oder mit dem Rad“, stellt Jobmann fest. Der Fuß- und Radverkehr vollziehe sich im „innerörtlichen Mischverkehr“ zwischen der B 51 und der Straße Zum Warwer Sand „mit enormem Risiko“. Jobmann verweist auch auf die beiden neuen Fahrenhorster Wohngebiete „mit vielen Familien“.

Einen Fauxpas habe sich der stellvertertende ADFC-Kreisvorsitzende Holger Opitz in einem Bericht dieser Zeitung geleistet. „Mit ist an der K 114 nichts über Unfälle oder Konflikte mit Autofahrern bekannt“, sagte Opitz. Der ADFC-Vize, vermutet Jobmann, kenne wohl die beschriebene Situation auf der Straße nicht. Die Interessenvertretung fahre da „offenbar neben der Spur“.

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