Ensembles in Sudweyhe und Heiligenrode öffnen Türen

Groß und Klein pilgern zu den Wassermühlen

Bei stimmungsvoller Musik unter dem großen Segel wurde es dem Publikum in Sudweyhe warm. - Foto: Husmann

Stuhr/Weyhe - Von Angelika Kratz. Warm anziehen mussten sich die Besucher des Mühlentags am Pfingstmontag sowohl in Sudweyhe als auch in Heiligenrode. Die „kalte Sophie“, die letzte der Eisheiligen, ließ einen frischen Wind wehen. Wohlweislich hatte sich Pastor Detlev Korsen für die warme Amtstracht aus Wolle zum plattdeutschen Gottesdienst entschieden.

Mit Kind und Kegel ging es gestern zum Mühlentag in Heiligenrode. - Foto: Husmann

Traditionell ging der Auftakt zum Mühlentag in Heiligenrode in der alten Scheune zwischen den liebevoll restaurierten Gerätschaften längst vergangener Tage über die Bühne. Mit einem Blick auf die mitunter finstere Wolkendecke begannen unterdessen die Aufbauten auf der Mühlenwiese und im gesperrten Ortskern. Ob der Pastor ein kleines Gebet für eine günstige Wetterlage verschickte, ist nicht belegt. Zumindest blieb es trocken, wenn auch ziemlich kalt. Entsprechend erfreute sich die Wassermühle nach dem beliebten Gottesdienst eines großen Zulaufs. Während die jüngsten Besucher fasziniert vor den Zahnrädern, den vielen Winden und Riemen standen und an einer kleinen Handmühle Schrot zu Mehl mahlten, hatten die Erwachsenen an den Tischen Platz genommen. Zum Frühschoppen gab es Tee, Kaffee und Schmalzbrote sowie nette Gespräche über die Bänke hinweg.

Unter dem Dach der Wassermühle erntete der ehemalige Heiligenroder Pastor Roland Kennerknecht viel Lob und Bewunderung für seinen neuesten Modellbau des Mühlenensembles. „Hallo Mary Lou“ stimmte draußen das Duo „Fashion Music“ mit Ohrwürmern der 1960er- und 1970er-Jahre an. Lange Gesichter machten zumindest am frühen Mittag die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenrode. Sie wartete wie die Kunstschule Stuhr auf Besucher, die jedoch erst zur wärmeren Tageszeit ihren Weg zum Mühlentag fanden.

Warm wurde es indes bereits von Anfang an den zahlreichen Besuchern der Sudweyher Wassermühle. Unter dem großen Sonnen- oder Regensegel heizte Michael Gienapp mit seiner Band „Checkin‘ Up“ dem Publikum ein.

Nicht nur für Kinder gab es im Zirkuszelt kreative Spiele zu erproben. Viele Eltern und Großeltern nahmen sich ausreichend Zeit, um miteinander und unter großem Gelächter Geschicklichkeit und Gedächtnis zu testen. Eine lange Rutsche aus Rollen war besonders bei den Jüngsten beliebt. Unbeeindruckt von der fetzigen Musik im Hintergrund zeigten sich die Nachwuchskünstlerinnen im Pavillon der Stuhrer Künstlerin Anke Nesemann. Wasser war das Thema des Tages. Mit konzentriertem Blick wurde die blaue Farbe auf das Aquarellpapier gebracht und mit großen Fischen, kleinen Booten und Pflanzen verziert.

Im ehemaligen Backhaus gab es Kaffee und Kuchen, und unter den riesigen Bäumen roch es nach Bratwurst und auch ein kühles Bier sowie „Hugo“ durften nicht fehlen. Über allem lag eine ansteckende Fröhlichkeit, die musikalisch am Nachmittag mit Emanuel Jahreis mit Boogie und Blues am Klavier eine Fortsetzung erhielt.

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