Gottesdienste am Valentinstag

Kirchlicher Segen für viele weitere Jahre

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Eines der Paare, die sich am Valentinstag den kirchlichen Segen bei Pastorin Eike Fröhlich abholten.

Stuhr/Varrel/Leeste - Wenn ein Valentinstag auf einen Sonntag fällt, kommen die hiesigen evangelischen Kirchengemeinden nicht umhin, dieser Konstellation ihre Aufmerksamkeit zu schenken. In Stuhr, Varrel und Leeste gab es über den Tag verteilt besondere Gottesdienste.

In der Stuhrer St.-Pankratius-Kirche etwa wünschten sich drei Paare und zwei Familien den Segen für noch viele gemeinsame Jahre. Wesentlich mehr wagten um 11 Uhr den gemeinsamen Schritt in das riesige, aus echten Rosenblättern gestreute Herz im Petrus-Gemeindehaus in Varrel. In beiden Fällen hieß Pastorin Eike Fröhlich viele Besucher willkommen. Es war der erste Gottesdienst in ihrer Amtszeit an einem Valentinstag. „Das Thema Liebe ist unerschöpflich“, sagte die Pastorin mit Blick auf das Hohelied der Liebe von Paulus. Dessen Worte sind längst beliebte Trausprüche geworden.

Christlicher Hintergrund trotz des Kommerzes

Vor dem Gottesdienst wurden Karten mit einem sichtlich im siebten Himmel schwebenden Paar verteilt. „Alle Erdenschwere bleibt zurück“, erinnerte die Pastorin an die Schmetterlinge der Liebe. Sie machte auf den christlichen Hintergrund des Valentinstags aufmerksam, den es trotz des aus den USA herübergeschwemmten Kommerzes gebe. Der Heilige Valentin war ein beliebter Bischof im dritten Jahrhundert, der in Italien Paare traute, die sich wegen ihres Standes eigentlich nicht trauen durften. Im Anschluss gab es immer eine Blume aus dem Klostergarten. Mit den Worten „Wenn Romeo und Julia dies gewusst hätten, wäre deren Geschichte anders geschrieben worden“ überreichte Eike Fröhlich allen gesegneten Paaren in Varrel eine rote Rose, ebenso ihrem Ehemann Martin. Musikalisch begleitet wurde der sehr fröhliche Valentinstag vom Gospelchor unter Leitung von Kirsten Artal sowie von Kantorin Olga Burmeister, die genau die richtigen Klaviertöne zur Segnung spielte.

Ganz anders hatte sich die Leester Mariengemeinde dem Valentinstag genähert. Bereits zum dritten Mal ging dort ein Gottesdienst für Paare über die Bühne. Pastorin Gudrun Müller aus Sudweyhe und der Leester Pastor Ulrich Krause-Röhrs hatten mit einem achtköpfigen Helferteam ein vielfältiges Programm abseits üblicher Gottesdienststrukturen auf die Beine gestellt. Kantor Sören Tesch brachte mit Sängerin Denise Raquel Zafra Vicente eine wunderschöne Stimme ans Mikrofon und spannte so den musikalischen Bogen in dem mit vielen Kerzen erleuchteten Gotteshaus.

Paare füllen Karten mit Wünschen aus

„Mit dir will ich alt werden“ und „Was unsere Liebe stark macht“ hießen die Themen des Abends. Dazu hatte die katholische Dekanatsreferentin Dorothea Dolle-Gierse, Fachfrau für Ehe- und Familienberatung aus Twistringen, nicht nur eine Postkarte mit dem Spruch „Liebe macht blind, aber mit dem Alter kommt die Sehkraft wieder“ mitgebracht. Ihr erfrischender Einblick in die verzwickte Wunderwelt der Liebe und das damit verbundene Einlassen auf vielfältige Abenteuer forderte die Aufmerksamkeit des Publikums.

„Die Liebe ist die Chance, den eigenen Geheimnissen ein Stück näherzukommen“, sagte die Referentin. Patentrezepte für die traute Zweisamkeit brachte Dorothea Dolle-Gierse nicht mit, wies aber auf die Notwendigkeit der Kommunikation hin. In verschieden Ecken der Kirche füllten die vielen Paare danach Karten mit Wünschen aus, malten an einer Tafel und verfassten einzeln oder gemeinsam Gebete. In einer ganz stillen Ecke gab es den kirchlichen Segen für die Paare.

ak

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