Gründung des MIT-Gemeindeverbands Stuhr

Für Gewerbeflächen und gegen Steuererhöhungen

Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig (l.) und die MIT-Kreisvorsitzende Heide Bergbauer-Hörig (4.v.l.) mit dem Gründungsvorstand des MIT-Gemeindeverbands: (v.l.) Sigrid Rother, Tom Grundmann, Bernd Nieke-Meyer, Vorsitzender Bernd-Artin Wessels, Doris Karin Hofmann und Marco Dreyer. - Foto: bt

Stuhr - Das große wirtschaftliche Potenzial in der Gemeinde Stuhr soll künftig durch die Mittelstandsvereinigung (MIT) gestärkt werden. Im CDU-Bürgertreff formierte sich am Donnerstag diese Stuhrer Gruppe, die sich dem Wirtschaftsflügel der Christdemokraten zurechnet.

Zur Gründungsversammlung begrüßte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Frank Schröder, auch den Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig sowie Heide Bergbauer-Hörig, die Vorsitzende des MIT-Kreisverbands Diepholz.

Sie sei sehr froh darüber, dass sich diese Gruppe in Stuhr gründe, denn es sei schwierig, den wirtschaftlich sehr erfolgreichen und vielseitigen Norden des Landkreises zentral von Diepholz aus zu bearbeiten, erklärte Bergbauer-Hörig. „Der MIT-Gemeindeverband könnte zum ,Schaufenster’ werden, denn viele wissen gar nicht, was wir wollen und wofür wir stehen“, so die Kreisvorsitzende.

Sie nannte gleich einige Eckpunkte der Lobbyarbeit. Die MIT setze sich für duale Ausbildung und Stärkung des Meisterbriefes ein. Sie kümmere sich auch um das Steuerrecht und wünsche eine Anhebung der Freibeträge. Vor allem werde sie aber die Vielseitigkeit des Mittelstandes stärker herausarbeiten.

Bernd-Artin Wessels nannte einige Schwerpunkte der Arbeit vor Ort. Zunächst gehe es um die Wahrung der Interessen aller Unternehmer in Stuhr. Die von Heide Bergbauer-Hörig gewünschte Zusammenarbeit werde der Gemeindeverband durch die gute Vernetzung des MIT unterstützen. 

Diese Vernetzung wünsche er sich aber von unten nach oben, also vom Gemeindeverband über den Kreisverband hin zum Landes- und Bundesverband. Es sei Ziel der MIT, die wirtschaftliche Entwicklung in Stuhr voranzutreiben, weitere Gewerbeflächen auszuweisen und sich in den nächsten fünf Jahren gegen eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer zu wehren.

Als einen Schwerpunkt bezeichnete Wessels die für die gesamte Logistik immens wichtige Infrastruktur. Dazu zähle der Straßenbau ebenso wie eine optimale Breitbandversorgung. „Wir benötigen eine Verwaltung, die etwas bewegt“, erklärte er und forderte einen Bürokratie-Abbau. Die MIT werde keine Alleingänge ohne die CDU führen, versprach er.

Nach seiner Wahl zum Vorsitzenden erklärte Wessels, er werde sich dafür einsetzen, dass die Wirtschaft in Stuhr „Flagge zeigt“ und versuchen, in Gesprächen mit der Wirtschaft Schwerpunkte zu setzen und diese mit der Politik in Einklang zu bringen. Er mahnte mehr Diskretion an. Streitpunkte müssten intern diskutiert werden, nach außen müsste die MIT geschlossen auftreten.

Schröder bedauerte, dass dem Rat bei der Anbindung der B6/A 281 seit sechs Jahren die Hände gebunden seien. Er sei stets bereit, als Fraktionsvorsitzender mit Vertretern der MIT und anderer Gruppen zu reden und seine Entscheidungen ihnen gegenüber zu vertreten.

Knoerig gratulierte den Gewählten und dankte ihnen dafür, dass sie bereit seien, „in diesen aufgewühlten politischen Zeiten diese Arbeit auf sich zu nehmen“. Es sei wichtig, dass die Wirtschaft der Gemeinde optimal eingebunden werde, denn der Mittelstand biete in Deutschland 86 Prozent aller Arbeitsplätze. Dem MIT-Vorstand schlug Knoerig vor, als „Brückenbauer“ eine enge Zusammenarbeit mit dem Land Bremen anzustreben. - bt

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