Angela Müller lädt ab Juli ein

Hundetreff im Brinkumer Mehrgenerationenhaus: Geschirr oder Halsband?

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Angela Müller mit Hündin Lola, eine Leihgabe ihrer Schwester. Lola trägt Geschirr. 

Brinkum - Für Angela Müller lockert das Brinkumer Mehrgenerationenhaus (MGH) eines seiner Prinzipien. „Keine Tiere“ heißt es eigentlich in der Einrichtung – ab Juli mit Ausnahme des ersten Dienstags im Monat. Dann lädt die Tierheilpraktikerin zu ihrem Hundetreff in die Backstube ein, um den Zweibeinern Möglichkeiten der ganzheitlichen Behandlung ihrer Tiere aufzuzeigen. Die Teilnehmer dürfen ihre Hunde, Meerschweinchen und Kaninchen mitbringen. Beginn ist am 2. Juli um 18 Uhr.

Das MGH habe dann und wann schon Veranstaltungen gehabt, bei denen es um Tiere ging, sagt Leiterin Daniela Gräf. Sie nennt den Stammtisch der Kaninchenzüchter und die Erste Hilfe bei Haustieren als Beispiele. Die Tiere selbst blieben bislang außen vor. „In der ehemaligen Backstube, da, wo nicht gegessen wird, ist das möglich. Von dort können wir mit den Tieren nach draußen gehen.“

Müller kann aus einem großen Fundus an Themen schöpfen. Beginnen möchte sie mit den Auswirkungen von Geschirr und Halsband auf den Bewegungsapparat der Tiere. Welche Unterschiede gibt es? Artgerechte Ernährung, Allergien, vorbeugende Maßnahmen bei Silvesterangst sowie – ebenfalls in Bezug auf den Bewegungsapparat – Blickschulung, Rassedisposition und Krallenlänge könnten weitere Schwerpunkte sein. „Aktuell bieten sich natürlich Zecken an“, sagt die Therapeutin. Viel lieber wäre ihr aber, wenn die Besucher Vorschläge unterbreiten würden. Zunächst wolle sie ihr Augenmerk nur auf Hunde richten, später Meerschweinchen und Kaninchen hinzunehmen.

Externe Beurteilung per Foto oder Video möglich

Wer sein Tier nicht mitbringen kann oder möchte, kann sich mit Fotos oder Filmen behelfen. Die Therapeutin würde dann eine externe Beurteilung vornehmen.

Angela Müller arbeitet prophylaktisch. „Nicht erst zum Tierarzt gehen, wenn es zu spät ist“, lautet ihre Devise. Ihre Herangehensweise ist eine Mischung von Osteopathie und Akupunktur, die Osteopunktur. „Ich finde, die beiden Ansätze passen hervorragend zusammen.“ Entsprechende Qualifikationen hat sie nach ihrer Ausbildung zur Tierheilpraktikerin ebenso erworben wie Kenntnisse in der traditionellen chinesische Medizin (TCM).

Mit akuten Erkrankungen wie Durchfall sei sie allerdings die falsche Ansprechpartnerin. „Da empfiehlt sich dann doch ein Gang zum Tierarzt“, sagt Angela Müller.

Müller beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit Tierheilung

Ihre Leidenschaft für Tiere hat sie nach eigener Auskunft von Geburt an, sie sei mit ihnen aufgewachsen. Ihre Oma hatte Hunde gezüchtet, ihre Tante „mit schwierigen Pferden“ gearbeitet. In ihrer eigenen Familie schaffte sich die Sykerin ein Meerschweinchen an. Als dies schwer erkrankte, begann sie, sich mit Tierheilung zu beschäftigen. „Meine Tierärztin hat mich in diese Richtung geschubst“, sagt sie.

Was eigentlich für den Eigenbedarf geplant war, zog immer größere Kreise – bis sie sich vor fast zehn Jahren als Tierheilpraktikerin selbstständig machte. Die technische Zeichnerin und Wirtschaftsingenieurin Angela Müller gab es fortan nicht mehr. „Ich finde, der Job sollte Spaß machen. Und mein Beruf erfüllt mich. Es ist schön zu sehen, was man erreichen kann.“

Von der Erstanamnese über die Befundung bis hin zur Behandlung oder der Trainingstherapie – all das erledigt Angela Müller zurzeit überwiegend mobil. „Ich suche noch Räume, gegebenenfalls mit Stall“, sagt sie. Den Hundetreff betreut die 39-Jährige ehrenamtlich. Die Teilnehmerzahl ist zunächst einmal nicht gedeckelt, eine Anmeldung also nicht erforderlich.

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